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Die Rache des Killerbrots Der Zigiautomat im Schrebergärtchen

B-Side Content for People I Direkt an der Limmat und mitten in Zürich soll ein 120 Meter hohes Getreidesilo wachsen. Einige finden es hässlich, andere fürchten um die Sonne im benachbarten Kinderplanschbecken. Noch niemand hat allerdings das virulente Katastrophenrisiko erwähnt, das vom Betonriesen ausgehen würde. Nehmen wir einmal an, ein Transportflugzeug, das nur Hefe geladen hat, verliert kurz vor der Landung in Kloten die Orientierung und kracht in das Silo. Der Turm bricht auseinander, das Flugzeug sowieso. Unvorstellbare Mengen von Mehl und Hefe ergiessen sich in die Limmat. Und was passiert dort? Angeheizt durch die klimaerwärmte Sommersonne verbinden sich Wasser, Mehl und Hefe zu einem Riesenbrot, das gnadenlos aufgeht. Erst überwuchert der Teig Wipkingen und den Kreis 5, zermatscht Häuser, knickt den Prime Tower und staut die Limmat, was zu Überschwemmungen um den Zürichsee führt. Das Brot wächst ungerührt weiter, raubt Uetliberg-Ausflüglern die Sicht und ruiniert alle Zürcher Bäcker. Angelockt durch die schieren Mengen Kohlenhydrate, strömen Flüchtlinge aus aller Welt an die Limmat und klettern aufs Riesenbrot. Das Militär versucht die Lage zu beruhigen, es kommt zu Aufständen mit Verletzten. Ausländische Truppen marschieren ein. Der darauf folgende Krieg geht als «erste Zürcher Killerbrot-Krise» in die Geschichtsbücher ein.(bat) Content for People II Nicht viel Federlesens machten kürzlich ein paar Diebe auf ihrer Tour durchs Quartier. Als die Halunken durch die Waschküche ins Restaurant Grüntal in Wipkingen einstiegen, konnten sie die Münzkasse des Zigarettenautomaten nicht an Ort und Stelle knacken. Kurz entschlossen stemmten sie gleich den ganzen Apparat aus dem Lokal. Ein paar Tage später meldete ein verdutzter Nachbar, dass in seinem Schrebergärtli an der Limmat ein Zigarrettenautomat stehe. Und siehe da, es war der vom Grüntal – aufgebrochen und leer.(roc)

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