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Düstere Zolliker Rechnung

Die Zolliker Rechnung schliesst mit viel grösserem Minus als vorgesehen. Die Gemeinde muss über höhere Steuern nachdenken.

Von Patrick Gut Zollikon – Die Gemeinde Zollikon hatte für das Jahr 2010 mit Steuereinnahmen von 112,7 Mio. Franken gerechnet. Tatsächlich sind nun aber nur 100,4 Mio. Franken eingegangen. Allein bei den ordentlichen Steuern aus dem Rechnungsjahr fehlen 4,5 Mio. Franken. Die Mindereinnahmen bei den Steuern blieben indes nicht ohne Folgen. Zollikon hatte für das Jahr 2010 einen Verlust von 5,8 Mio. Franken budgetiert und muss jetzt ein Minus von 11 Millionen verkraften.Die Rechnung ist damit deutlich schlechter ausgefallen als erwartet. Im Bezirk ist Zollikon die einzige Gemeinde mit diesem Ergebnis. In den allermeisten Gemeinden flossen die Steuereinnahmen reichlicher als vermutet.Hat also der Zolliker Finanzvorstand schlecht budgetiert? Martin Byland (FDP) wehrt ab: «Wir haben versucht, ein realistisches Budget aufzustellen.» Er räumt aber ein, dass die Gemeinde trotz Finanzkrise von 2,5 Prozent Mehreinnahmen bei den Steuern gegenüber der Rechnung 2009 ausgegangen sei.Für das nächste Jahr wird Zollikon kaum um eine Steuerfusserhöhung herumkommen. Laut Mitteilung des Gemeinderates besteht ein strukturelles Defizit von rund 5 Mio. Franken, das jährlich wiederkehrt. Byland macht dafür neue Aufgaben verantwortlich, die die Gemeinde übernehmen muss – unter anderem die neue Pflegefinanzierung.Auf einen genauen Steuerfuss mag sich der Finanzvorstand noch nicht festlegen. «Zunächst müssen wir genau wissen, welche Investitionen auf uns zukommen.» Nachdem der Gemeinderat 2009 mit einer Steuerfusserhöhung von 79 auf 82 Prozent vor der Gemeindeversammlung scheiterte, weiss Martin Byland: «Wir müssen gegenüber den Stimmberechtigten eine Erhöhung gut begründen.»

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