Zum Hauptinhalt springen

Ein Alphatier geht in Pension

Mit einer Feier für 250 Gäste verabschiedete Humanitas den Leiter des Wohnhauses Horgen, Werner Pflanzer, in den Ruhestand.

Von Christian Ritsch Horgen – Es war ein grosses und emotionales Adieu, das Werner Pflanzer (63) erfahren hat. Nach 32 Jahren verabschiedete sich der Leiter des Wohnhauses Horgen am Mittwoch von seinen Mitarbeitern und Heimbewohnern in einem grossen Festzelt vor den Toren seiner einstigen Wirkungsstätte. Zusammen mit seiner Frau Doris Pflanzer leitete er das Wohnheim mit viel Engagement und Energie. Pflanzer: «Mir war es stets wichtig, den geistig Behinderten ein Leben in Würde zu ermöglichen und sie je nach ihren Möglichkeiten zu fördern.» Am meisten hat ihm die Grosszügigkeit und die Unvoreingenommenheit seiner Heimbewohner beeindruckt. In dem Festzelt, das direkt vor dem Wohnheim aufgestellt war, hielt Kari Dähler, Leiter des Wohnheimes Rüschlikon, die Eröffnungsrede. Darin würdigte er die vielen Verdienste, die Werner Pflanzer für das Wohnheim geleistet hat. Derzeit arbeiten im Wohnheim Horgen 56 geistig Behinderte, die in der angeschlossenen Tagesstätte Filzsachen und Karten herstellen und in der Humanitas-Werkstätte Schreiner- und Textilarbeiten anfertigen.Auch Albertus Oosenburg, Mitglied der Betriebskommission Humanitas, fand Worte der Anerkennung: «Der Werner ist ein Alphatier. Er gilt als ein Urgestein des Schweizer Behindertenwesens. Alle Heimbewohner waren wie seine Kinder.» Nach der Eröffnungsansprache bereiteten ihm seine Mitarbeiter und die Heimbewohner eine besondere Freude. Sie schenkten ihm ein buntes Hippiefahrrad, damit er in seiner Pension nicht anfange zu rosten. Werner Pflanzer hat da keine Bedenken. Für ihn gibt es auch ein Leben nach dem Beruf: «Ich werde auch in Zukunft gesellschaftspolitisch tätig sein. Mein Terminkalender ist voll.» Engagierter Nachfolger Der 50-jährige Luzerner Franco Camporesi tritt in die Fussstapfen seines beliebten Vorgängers. Zusammen mit Doris Pflanzer, die in einem Jahr ebenfalls in Pension geht, will Camporesi sich mit viel Engagement und Energie seiner neuen Funktion widmen. Die Sozialpädagogin Brigitte Scherrer wünscht ihrem neuen Chef in Zukunft alles Gute. Wehmütig gestand sie: «Den Werner haben wir als einen sehr grosszügigen Chef erlebt, der weit über die Grenzen Horgens geblickt hat. Wir hoffen, dass sein Nachfolger es mindestens genauso gut machen wird wie er.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch