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Ein automatisch aufgeräumter Posteingang Vertrödelte E-Mail-Auslieferung Sicherheitsrisiken bei ungeschütztem Datenverkehr

Kummerbox E-Mail Ich möchte Newsletter und andere automatische Benachrichtigungen ohne viel Aufwand in dem passenden Mailpostfach verräumen. Gibt es da eine einfache Methode? Ich verwende Mozilla Thunderbird. D. Werner, Winterthur Ja. Sie können das Mailprogramm anweisen, neue Nachrichten automatisch in Postfächer zu verschieben. Es ist auch möglich, sie farblich zu markieren oder sonst wie hervorzuheben. Diese Funktion wird bei vielen Programmen durch die sogenannten Mailregeln erfüllt. Bei Mozilla Thunderbird nennt sich der automatische Aufräumdienst «E-Mail-Filter» – was streng genommen eine unpassende Bezeichnung ist. Sie richten über den Menübefehl «Extras > Filter» einen Filter ein. Klicken Sie auf «Neu» und vergeben Sie im Dialog eine Bedingung. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, wird die Mailregel ausgeführt. Bei «Auszuführende Aktionen» geben Sie an, was mit Nachrichten passieren soll. Sie können durch den Befehl «Verschiebe Nachricht» wegsortieren, aber auch weitere Dinge festlegen, beispielsweise, dass die Nachricht als gelesen oder farblich markiert werden soll. Sie können als Bedingungen die Absender erfassen, deren Mails automatisch weggeräumt werden sollen – dann müssen Sie jede weitere Adresse innerhalb der Regel ergänzen. Einfacher geht es, wenn Sie als Bedingung die Option «ist in meinem Adressbuch» und ein extra für diesen Zweck eingerichtetes Adressbuch angeben, beispielsweise «Newsletter-Adressen». So reicht es, eine Adresse ins Newsletter-Adressbuch einzutragen. Achtung: Aus unerfindlichen Gründen berücksichtigt Thunderbird das Adressbuch «Gesammelte Adressen» nicht, daher bitte ein neues einrichten. Kurz zu anderen Programmen: Apple Mail stellt Regeln unter «Mail > Einstellungen > Regeln» bereit. Bei Entourage: «Extras > Regeln». In Outlook 2007 und älter klicken Sie auf «Extras > Regeln und Benachrichtigungen», bei Outlook 2010 werden Sie im Menüband «Verschieben» fündig. Bei Outlook Express, Windows Mail und Windows Live Mail klicken Sie auf «Extras > Nachrichtenregeln > E-Mail», die «Alt»-Taste blendet die Menüleiste ein. Bei Live Mail 2011 treiben Sie die Regeln im Menüband «Ordner» auf. E-Mail Ich habe ein seltsames Problem: Wenn mir eine Bekannte E-Mails schickt, so kommen sie erst einen Tag später bei mir an. Umgekehrt, also von mir zu ihr, läuft alles normal. Brigitte Schaub, Pfaffhausen Das kann passieren. In aller Regel werden Mails zwar innert Minuten zugestellt. Es kann aber durchaus auch Stunden, einen Tag oder im Extremfall mehrere Tage dauern. Das E-Mail-System ist nicht auf unmittelbare Zustellung ausgelegt. Nachrichten werden von Server zu Server übermittelt. Fehler, Überlastungen oder bewusste Verzögerungen können nun Verspätungen verursachen. Wählen Sie daher für Botschaften, die unmittelbar zur Kenntnis genommen werden müssen, einen anderen Weg: Das kann ein SMS oder eine Meldung per Instant Messenger sein, wenn Sie wissen, dass Ihr Gesprächspartner diese Kommunikationsmittel regulär nutzt. Ansonsten greifen Sie zum Telefonhörer – da sind Sie dann sicher, dass Ihre Mitteilung angekommen ist. Wo es zu Verzögerungen kommt, lässt sich ermitteln, wenn der Empfänger einen Blick in den E-Mail-Header einer eingegangenen Nachricht wirft. Dort sind die Stationen protokolliert, über die eine Nachricht gelaufen ist, und anhand des Zeitstempels können Sie dann sehen, wo sie liegen geblieben ist. Wie Sie den Header bzw. den Quellcode einer Mailnachricht einsehen, ist von Mailprogramm zu Mailprogramm verschieden: Bei Windows Live Mail, Windows Mail aus Windows Vista und Outlook Express tun Sie das bei der geöffneten Nachricht über den Befehl «Datei > Eigenschaften», bei Windows Live Mail 2011 klicken Sie auf die blaue Schaltfläche in der linken oberen Ecke und wählen «Eigenschaften». Öffnen Sie den Reiter «Details» und klicken Sie auf die Schaltfläche «Quelltext». Bei Apple Mail ist es der Befehl «Darstellung > E-Mail > Reine Datei», bei Mozilla Thunderbird «Ansicht > Nachrichtenquelltext», bei Entourage wiederum «Ansicht > Quelltext». Bei Outlook gibt es keine vernünftige Möglichkeit, den Nachrichten-Quelltext einzusehen. Sie sehen nun am Anfang der Nachricht mehrere «Received:»-Einträge. Das sind die Stationen, die die Nachricht durchlaufen hat. Ob sich herausfinden lässt, bei welchem Server die Nachricht hängen geblieben ist, hängt davon ab, wie entsprechend der Rechner benannt wurde, aber in aller Regel findet man einen einigermassen aussagekräftigen Namen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr E-Mail-Dienstleister schuld ist, sollten Sie ihn via Kundendienst auf das Problem aufmerksam machen. Oft hilft eine pragmatische Lösung: Schicken Sie die Nachricht einfach über einen anderen Postausgangsserver. Es ist sowieso nicht verkehrt, einen Reserve-Postausgangsserver eingerichtet zu haben. Bei Problemen ist Ausweichen generell eine gute Strategie. WLAN Häufig, wenn ich unterwegs ein offenes Wi-Fi Netz finde, gelingt es mir nicht, mich mit meinem iPhone zu verbinden. Woran kann es liegen? Peter Störi, via Mail Viele WLAN-Netze sind zwar nicht verschlüsselt, aber dennoch nicht frei und gratis zugänglich. Sie werden beim Einbuchen nicht nach einem Passwort gefragt, sondern können sich direkt verbinden, dennoch sind keine Datentransfers möglich. Das liegt daran, dass Sie erst den Browser starten müssen, um die Zahlungsmodalitäten zu klären. Sie werden dafür beim Aufruf einer beliebigen Seite auf die Homepage des Hotspot-Betreibers gelenkt. Solange Sie das nicht tun, gibt es keinen Datenverkehr, und auch Mailabrufen klappt nicht. Die Nutzung von kostenpflichtigen WLAN-Hotspots ist für iPhone-Besitzer nicht wirklich sinnvoll – es sei denn, Sie wollen ein Video in HD-Qualität herunterladen, ohne Ihr Datenkontingent überzustrapazieren. Die Nutzung kostenloser und unverschlüsselter WLAN-Netze scheint hingegen eine gute Idee zu sein, weil sie Ihr Mobilfunk-Datenkontingent nicht belastet. Ich rate aber mit Nachdruck davon ab: Unverschlüsselte WLAN-Netze sind ein unvertretbares Sicherheitsrisiko. Jeder kann den Datenverkehr abhören, Ihre Passwörter ausspähen oder mit der kürzlich publik gewordenen «Firesheep»-Erweiterung für den Firefox-Browser Ihr Facebook-Konto entern. Beim UMTS-Netz besteht dieses Risiko nicht. Via «Firesheep» und offene WLAN-Netze Facebook-Profile kapern.Screen: PD Matthias Schüssler Der TA-Experte beantwortet Fragen zu Mac, Windows, Sicherheit, E-Mail, Internet und Multimedia. Senden Sie uns Ihre Fragen an kummerbox@tages-anzeiger.ch

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