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Eine Kirche mit bewegter Geschichte

Vom ursprünglichen Dachreiter bis zum heutigen Glockenturm: Die Kirche von Luterbach änderte mehrmals ihr Äusseres.

Unter dem Motto « früher – heute» blickte das Tagblatt jeweils aus dem gleichen Blickwinkel auf bekannte Orte der Region, die auf alten Postkarten abgebildet sind. Bei der katholischen Kirche in Luterbach sind die Veränderungen augenfällig, ist doch der Turm im letzten Jahrhundert gleich zweimal umgebaut worden. Ursprünglich hatte Luterbach nicht einmal eine Kapelle und gehörte kirchlich zur Pfarrei von Zuchwil. Mit der kleinen Kapelle, die 1703 eingeweiht wurde, bekamen die Luterbacher ihr erstes eigenes Gotteshaus. Allerdings hatten sie sich noch etwas zu gedulden, bis sie auch einen eigenen Pfarrer erhielten. Der 1717 verstorbene Johannes Theobald Hartmann, Chorherr, Kantor und Senior am St. Ursenstift, verfügte testamentarisch, das aus der gesamten Erbmasse eine Pfarrei Luterbach zu schaffen sei. So kam Luterbach zu Pfarrei und Kirche. Die alte Kapelle wurde vergrössert und als Kirche im Jahre 1753 eingeweiht. 1777 musste das Türmchen, ein Dachreiter, ersetzt werden. Auch die Kirche war um 1785 allmählich erneuerungsbedürftig. Nach der Renovation wurde die neue Kirche am 24.Juni 1787 vom Ortspfarrer eingesegnet; die feierliche Weihe erhielt sie aber erst 1808. Kirchenpatron ist der heilige Josef. Noch heute haben deshalb die Luterbacher Kinder am «Seppitag» – dem 19.März – schulfrei. Im Jahre 1925 begann eine neue Bauperiode. Der Dachreiter genügte nicht mehr, stattdessen wurde ein neuer, massiver Turm mit hohem, spitzem Helm an die Kirche angebaut. Dank der stabileren Konstruktion konnte man nun ein grösseres Geläut anbringen. Am 25. September 1926 erklang es zum ersten Mal. Der Turm erhielt später noch mit einem Aufbau die jetzige Gestalt. Mit der Zeit wuchs die Gemeinde immer mehr, eine erneute Vergrösserung der Kirche wurde 1936 notwendig, sie wurde nach Westen um 13Meter verlängert. Nun bot sie Platz für 400 Personen. 1952 wurde von der Kirchgemeinde eine fünfte Glocke beschlossen, dafür musste eine Erhöhung der Glockenstube und eine Änderung des Turmhelmes vorgenommen werden. Am Bettag 1953 war das Werk vollendet. Michelle Heri>

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