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Eine ruhige Hand dank Tee

Die Armbrustschützen Mülenen wünschen sich ausser den neun bisherigen mehr Mitglieder aus der näheren Umgebung. Mit einem Volksschiessen Anfang September wird auf den leisen Schiesssport hingewiesen.

Ueli Jost ist Präsident der Armbrustschützen (ASG) Mülenen mit neun aktiven Mitgliedern. Aber gerade dieser kleine Verein, eine der 124 Sektionen in der Schweiz, hält die Anlage gut im Schuss, repariert und verbessert die Infrastruktur laufend und hat sogar einen Anschluss an die ARA. «Vielleicht gerade weil wir ein so kleiner Verein sind, haben wir Erfolg, denn alle – auch die Frauen und Freundinnen – wissen, dass sie am gleichen Strick ziehen und oft mithelfen müssen.» Der Verein ist aktiv und gut auf Kurs, obschon ihm im Gegensatz zu den Vereinen Frutigen und Spiez absolute Spitzenschützen und Aushängeschilder fehlen. Volksschiessen Das Vereinsjahr beginnt mit drei Arbeitstagen und dem Einrichten des Schiessstands im März. Ab April wird kniend geschossen, jeden Dienstagabend ist Übungstag. Geschossen werden ein Eröffnungsstich, ein obligatorisches Programm, die Mannschaftsmeisterschaft, Gruppenmeisterschaft, der Kantonalcup, der Niesencup, Ausschiesset und sogar ein Barhockercup. Die Mitglieder nehmen an auswärtigen Schiessen teil und organisieren selber Anlässe wie das Niesenschiessen mit rund 250 Teilnehmern und am 4./5.September das Volksschiessen. Leider gibt es bei den Armbrustschützen Mülenen, die 1974 aus der 1957 gegründeten ASG Kandertal entstanden, in den letzten Jahren kaum mehr Mitglieder aus dem Kandertal, und der Verein möchte dies ändern. «Wir wollen die einheimische Bevölkerung ermuntern, zahlreich am Volksschiessen teilzunehmen, wo die Armbrust zur Verfügung steht, geholfen und betreut wird», sagt der OK-Präsident Peter Gamper. Das an zwei Wochenenden durchgeführte Niesenschiessen wird am gleichen Datum wie das Tellenburgschiessen der Armbrustschützen Frutigen durchgeführt, damit sich für die auswärtigen Schützen (aus der ganzen Schweiz) die Reise mehr lohnt. Schön gelegener Stand Der Stand mit zehn Scheiben in der Chappele in Mülenen, hinter der Autogarage von Markus Kratzer, ist schön gelegen, umgeben von Wald. Besonders vorteilhaft ist, dass kaum Wind weht. Die Ruhe und Stille im Stand fällt auf, bei der Schussabgabe ist nur ein Klicken hörbar. Die modernen «Pfeile» sind aus Kunststoff und eigentlich keine richtigen Pfeile. Mit der abgeflachten Spitze mit Gewinde bleiben sie dennoch im schwarzen Zentrum der in 30 Metern Entfernung aufgestellten Scheibe mit der weichen Bleiunterlage stecken und können nach dem elektrischen Zurückfahren der Scheibe ausgedreht und wieder verwendet werden. Praktisch sind die langen Schiesszeiten (mit Licht bis 22 Uhr), begeisternd die Präzision des geräuscharmen Schiesssports. Tee, nicht Alkohol Nach der Vorbereitung der Schützen gefragt, räumte Peter Gamper zuerst mit dem den Schützen nachgesagten «Gläschen Roten» auf: «Armbrustschützen, die das Hobby intensiv betreiben und auch entsprechend gute Resultate erzielen, die trinken vor dem Wettkampf keinen Alkohol, sondern eher Tee.» Wenn ein neuer Rekord aufgestellt wird – oder an Meisterschaften – werden Dopingkontrollen durchgeführt. Rösi Reichen Das Volksschiessen in Mülenen findet am 4./5.September statt. • www.asg-muelenen.ch >

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