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Epoxidharz vergiftete Bach

Zürich Meilen – Der Dorfbach in Meilen war gestern Morgen auf der Höhe des Schulzentrums Allmend weiss gefärbt. Was für die Feuerwehr Meilen zunächst als normale Gewässerverschmutzung aussah, entpuppte sich als Chemieunfall. Auf mehreren Hundert Metern wurde der Dorfbach mit Epoxidharz vergiftet. Der Sachschaden beträgt über 100 000 Franken. Die Feuerwehr Meilen errichtete eine Bachsperre und versuchte, den Verursacher ausfindig zu machen. Im Hallenbad, das gerade komplett umgebaut wird, wurde die Feuerwehr fündig. Dort wurde Epoxidharz aus mehreren 200-Liter-Fässern in einen Kanalschacht geleert. Der Mehrkomponenten-Kunststoff wurde zum Fugendichten der Plättli im Bassinbereich verwendet. Mit dem Ph?Wert 12, handelt es sich um eine hochalkalische Lösung. Beim Umgang mit dem Epoxidharz ist ein doppelter Fehler passiert. Zum einen führt der Schacht, in den die Fässer entleert worden waren, nicht in die Kanalisation, sondern in einen Meteorwasserschacht. Der mündet nach rund 200 Metern im Dorfbach. Zum andern wurde die unveränderte giftige Mischung entsorgt. Mit den Bachsperren gelang es der Feuerwehr, die milchigweisse Flüssigkeit noch vor der Einmündung in den Zürichsee zu stauen. Gleichzeitig wurde begonnen, den Bach leer zu pumpen. Das kontaminierte Wasser wurde mit Tanklastwagen in eine Spezialfirma gebracht. Immer wieder mussten mehrere Hundert Meter Bachlauf gespült und das verschmutzte Wasser abgesaugt werden. Auch die waldige Böschung des Tobels wurde gewaschen. Folgeschäden dürften abgewendet worden sein. Im fraglichen Abschnitt des Bachs haben sich keine Fische aufgehalten, diese wären sonst tot.(die) Anzeige

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