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Erstmals mit drei Punkten belohnt

Elf Spiele lang hat es gedauert, bis die SCL Tigers zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel nach 60 Minuten gewinnen konnten. Gegen die Rapperswil-Jona Lakers ist es den Emmentalern gelungen, das 3:2 nach Hause zu bringen.

Genau wie die SCL Tigers haben die Rapperswil-Jona Lakers die letzte Saison mit einem Sieg im Playout beendet. Im Gegensatz zu den Emmentalern hatten sich die St.Galler «souverän» für die kostspielige «Trostpreis-Runde» qualifiziert. Bei den Tigers fiel die Entscheidung, Playoff oder Playout, bekanntlich erst in der 50. und letzten Qualifikationsrunde. Nun, die Lakers und die Tigers unterscheiden sich nicht nur durch das Baujahr ihres Heimstadions beträchtlich, sondern auch dadurch, dass man am oberen Zürichsee auf diese Saison hin punkto Budget kräftig aufgestockt (10,5 Millionen) hat, um der Bedrohung Playout nie mehr zu begegnen. Demgegenüber war man an der Ilfis gezwungen, das Budget in den Bereich von 6,5 Millionen kräftig runterzufahren, um überhaupt noch in der NLA zu verbleiben. Auf der einen Seite hat man sich mit Leuten wie Manzato, Riesen, Blatter oder Paterlini verstärkt, auf der anderen musste man Leute wie Stettler, Joggi, Toms oder Kariya ziehen lassen. Der unterschiedlich erfolgreich verlaufenen Saisonstart hat dieses gegensätzliche Investitionsverhalten untermauert – das gestrige Spiel tat es nicht. Die Lakers und die Tigers begegneten sich auf Augenhöhe mit kämpferischen Vorteilen für Langnau. Vorteile, die zum 3:2 und ersten 3-Punkte-Sieg dieser Saison führten. Gelungener Spagat Sichtlich bemüht, den Spagat zwischen durchschlagender Offensive und solider Defensive stilsicher hinzukriegen, kontrollierten die Tigers das Geschehen weit gehend. Die SCL-Rechnung ging vorerst insofern bloss bedingt auf, als dass vorne die Tore fehlten. Hinten bekam Tigers-Goalie Matthias Schoder in der Startphase vorab dann zu tun, wenn er während Spielunterbrüchen in seinem Torraum «Schnee» schaufelte. Erst nach einer Viertelstunde tauchten die Lakers erstmals brandgefährlich vor Schoder, dem das Tigers-Management vorderhand als Nummer 1 vertraut, auf. Chancen zum Führungstreffer boten sich den Einheimischen einige, wenn auch nicht in Hülle und Fülle. Perfekt wird der Spagat erst dann, wenn der Gegner hinten effizient gestoppt und die Chancen vorne top genutzt werden. Erst als die Gastgeber in Unterzahl agierten, gelang ihnen das 1:0. Sutter leitete einen Gegenstoss ein, den Bieber erfolgreich abschloss. Statt den Stromstoss dieses Treffers in zusätzliche Energie umzuwandeln, gaben die Langnauer den Vorteil nur 67 Sekunden wieder preis. Thomas Pöck, Landsmann von Tigers-Topskorer Oliver Setzinger (und mit mehr Geld in der Langnauer Kasse heute ein Tiger statt ein «Seebube»), glich zum 1:1 aus. Trotz dieses Dämpfers und fortan viel aggressiveren Lakers holten sich die Tigers das Kommando zurück. Claudio Moggi und Camenzind entschieden so das Spiel im Schlussdrittel. Michael Schenk>

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