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Frischer Glanz und grosse Pläne

Auf der sanft renovierten Dielsdorfer Rennbahn beginnt die Zürcher Turfsaison.

Von Rolf Gfeller Die Pferderennbahn Dielsdorf ist in diesen Tagen eine Baustelle. Noch bis morgen Samstag wird auf dem Gelände gehämmert, geschraubt, gemalt und montiert. Am Sonntag, wenn der erste von vier Renntagen in diesem Jahr stattfindet, wird sie wieder in etwas neuem Glanz erstrahlen. Bei weitem nicht so, wie an jenem Sonntag im Mai 1973, als sie nach 16 Projekten in 30 Jahren endlich als eine der modernsten Pferdesportanlagen Europas eingeweiht werden konnte. Doch die Besucher sollen am Muttertag die Aufbruchstimmung beim Rennverein Zürich spüren, in erster Linie aber sehen. Schulden zurückbezahlt Wohl hat der vor bald 140 Jahren gegründete Verein seine Parkrennbahn stets unterhalten und benutzt, investieren in sie konnte er in den vergangenen Jahren aus finanziellen Gründen aber kaum mehr. Entsprechend marode präsentierte sich das einstige Juwel bis vor wenigen Tagen. Nun hat der Mitte März als neuer Rennvereinspräsident gewählte Martin Gloor die Schulden von rund 1,5 Millionen Franken übernommen und gleichzeitig auch Geld in das Hippodrome investiert. Unter anderem in neue Rails aus Kunststoff rund um die Rennbahn und den Führring, in neue Toilettenanlagen und die Renovation des Restaurants, in Malerarbeiten an der Tribünenanlage und auch in Garderoben und einen neu gestalteten Raum, in dem die Jockeys nun von den Zuschauern von aussen einsehbar vor und nach den Rennen gewogen werden. Als Facelifting bezeichnet der 43-jährige Gründer und CEO der Zürcher Investmentfirma Core Capital Partners AG die sanfte Renovation. «Wir können alles Material, das wir in diesen Tagen verbauen, später wieder gebrauchen», sagt Gloor. Denn der ehemalige Amateurrennreiter aus dem Aargau hat grosse Pläne für die Pferderennbahn Dielsdorf. Spätestens im kommenden Jahr soll die Anlage mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe renoviert, umgebaut und erweitert werden. Wie sich die Infrastruktur auf dem 27 Hektaren grossen Gelände, das die Gemeinde Dielsdorf dem Rennverein Zürich für 99 Jahre im Baurecht übertragen hat, danach präsentieren wird, will Martin Gloor bis heute nicht verraten. Am 25. Mai wird er an einer Medienkonferenz über das Grossprojekt orientieren. Programm mit 14 Rennen Vorerst soll aber am Sonntag mit dem ersten Renntag unter seiner Führung in eine neue Ära des traditionsreichen Vereins gestartet werden. 8 Galopp- und 3 Trabrennen gehören zum abwechslungsreichen Mammutprogramm, und bereits am Vormittag finden zur Ouvertüre drei Ponyrennen statt. Hauptereignis sind die 2000 Guineas, ein klassisches Rennen für dreijährige Hengste, dessen Dotierung auf 40 000 Franken erhöht worden ist. Das Jagdrennen um den Grossen Preis der Stadt Zürich, eines der ältesten Pferderennen der Schweiz überhaupt, ist neu mit 30 000 Franken Preissumme dotiert und einer der weiteren Höhepunkte. Zwischen Tradition und Moderne: Pferderennsport in Dielsdorf. Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)

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