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Genervte Nachbarin bei Bundesgericht abgeblitzt

Zu wenig Parkplätze, zu viel Lärm. Grund genug für eine Stäfnerin, gegen das nahe Tanzstudio zu kämpfen.

Von Nadja Belviso Lausanne/Stäfa – Der Streit zwischen einem Tanzlehrer und seiner Nachbarin beschäftigt das Bundesgericht. Gegenstand des Zwists war, dass sich die Frau über zu wenig Parkplätze bei einem Stäfner Tanzstudio und über die Musik ärgerte. Zunächst hatte die Nachbarin bei der Baurekurskommission erfolglos gegen die Bewilligung rekurriert, die den Umbau des Gebäudes zu einer Tanzschule überhaupt ermöglicht hatte. Beim Verwaltungsgericht forderte sie dann, dass die Bewilligung wenigstens ergänzt werde: mit Auflagen zur Lärmeindämmung, mehr Parkplätzen, einem zusätzlichen Notausgang. Abgesehen von einem Lärmpegelbegrenzer, den der Tanzlehrer einbauen musste, blieb sie auch hier erfolglos. (TA vom 15. 9.) Nun ist sie auch noch beim Bundesgericht abgeblitzt. Dieses bestätigte den Entscheid des Verwaltungsgerichts, nicht auf die Parkplatzfrage einzutreten, weil sie gar nicht Gegenstand des Baubeschlusses war. Eine Niederlage muss die Frau auch in Bezug auf die Notausgänge einstecken. Sie war der Meinung, das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht nicht auf ihre Rüge eingetreten. Dieses hatte festgehalten, die Anwohnerin sei nicht davon betroffen, wenn auf den zweiten Notausgang verzichtet werde, weshalb sie nicht zur Beschwerde berechtigt sei. Kein konkreter Nutzen Die Frau konterte, ihre Legitimation zur Rüge ergebe sich dadurch, dass ein zweiter Fluchtweg ihr zur Gewissheit verhelfe, dass sich die Tanzschüler im Brandfall schneller retten könnten. Das Bundesgericht ist anderer Meinung: Es sei nicht ersichtlich, worin der konkrete praktische Nutzen eines zweiten Notausgangs bestehe. Es deutet einiges darauf hin, dass es ihr nicht um den Notausgang ging. Vielmehr scheint ihr die Tanzschule grundsätzlich ein Dorn im Auge zu sein. Folgt man der Argumentation des Bundesgerichts, wäre es für sie erfolgversprechender gewesen, sie hätte ihre eigentliches Problem zum Ausdruck gebracht.

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