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Grenchen hat die grösste Druckgrafik der Welt

Gestern Nachmittag, kurz nach 15 Uhr, war es so weit: In Grenchen hing an den Seilen eines Lastkrans über dem Markplatz die

Die protokollarisch juristische Auskunft von Notar Urs Tschaggelar war klar: «Die Grafik ist wie angekündigt realisiert worden, die angemeldeten Masse des Gesamtkunstwerkes von 4,7 auf 13,43 Meter können bestätigt werden.» Nun gilt es, ein breites Dossier auszufüllen, gut bebildert und dokumentiert mit den gestrigen Vorkommnissen auf dem Grenchner Marktplatz. Damit werden die Organisatoren der 18. Triennale für Originaldruckgrafik (neu «art limited – multiple art») die jetzt weltweit grösste Originaldruckgrafik beim Guinness Buch der Rekorde anmelden können. Der angestrebte Weltrekord kam zustande. Auf Weltreise? Die Freude ist gross, vor allem bei den Künstlern selbst. Viele von ihnen fanden sich gestern im Verlaufe des Tages immer wieder auf dem Marktplatz ein – und kommentierten die Druckvorgänge, machten aber teilweise ebenso selbst aktiv mit und trampelten, quasi als lebende Druckwalze, zusammen mit den anderen Besuchern auf der Blache hin und her. Heinz Westreicher, OK-Präsident der Triennale, strahlte ebenso: «Wir hatten Wetterglück, wir hatten engagierte Künstler, die sich begeistern liessen, und wird haben jetzt ein wunderschönes Kunstwerk.» Ein Kunstwerk, das nun nicht nur bis zur Triennale-Ausstellung vom 10. bis 14. September am ETA-Gebäude hängen wird, sondern eventuell ausserdem im nächsten Jahr an die Weltausstellung in Shanghai reisen darf. Entsprechende Gespräche sind im Gange. Überraschende Qualität Ein grosses Thema für die Künstlerinnen und Künstler war gestern die Qualität dieses Riesendrucks. «Sie ist über unseren Erwartungen», gab OK-Präsident Westreicher den Level durch. «Einfach geil – und ich bin ein Teil davon», meinte Künstler Mario Castori dazu. Toll, unglaublich, schön, überraschend – so tönte es reihum. Peter Travaglini fieberte mit: «Jetzt chunt’s guet. Das war ein Wagnis, aber das Resultat lässt sich sehen. Ich freue mich für die Organisatoren – wo ist Ute, ich will ihr gratulieren.» Ute Winselmann Adatte hatte die Projektleitung inne. Und der Solothurner Künstler Thomas Woodtli, auch er einer der 50 Kunstschaffenden die sich am grossen Werk beteiligten, meint: «Das bringt Leute in die Stadt, solche Aktionen würden vielen Städten gut anstehen.» Thomas Schärli >

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