Zum Hauptinhalt springen

Gymnasiast erobert die Herzen mit Charme und seinen Chansons

Damian Vogt aus Hinwil hat für seine Maturarbeit drei eigene Chansons aufgenommen. Der 18-jährige Hinwiler singt über Liebe, Einsamkeit und Sehnsucht.

Hinwil. - Damian Vogt ist mit Musik gross geworden. Durch das Amt seines Vaters als Diakon in der katholischen Kirche hatte er früh die Gelegenheit, bei Taufen, Gottesdiensten und Hochzeiten aufzutreten. Den Einstieg in seine Musikerkarriere fand er als «Notenhalter» seiner auftretenden Cousine. Schon wenige Jahre später musizierten die beiden im Duett. Mit 13 Jahren stellte er dann sein eigenes Programm zusammen und trat als Solist auf. Mit zarter Stimme sang er zur klassischen Gitarre und begeisterte die Kirchengemeinde. Vor sechs Jahren zog Familie Vogt von Liechtenstein nach Hinwil. Heute ist der junge Musiker im letzten Jahr vor der Matura an der Kantonsschule Wetzikon.

Vom Kirchenlied zum Chanson

Damian Vogt wollte wissen, ob seine Musik auch ausserhalb der Kirchenpforten begeistert. Er nutzte seine Maturarbeit und setzte sich zum Ziel, drei eigene Chansons zu produzieren. Seine Französischlehrerin Sylvie Gallin-Lambert und sein Gesangslehrer Robert Braunschweig konnte er sofort für sein Projekt gewinnen. Er schrieb drei Texte, komponierte dazu die Musik, stellte eine Begleitband zusammen. Dann nahm er die Lieder in einem Studio in Altstätten auf CD auf. Es entstanden drei gefühlvolle Chansons über Freundschaft und Liebe.

Der Schwiegermuttertyp

Seinen Stil bezeichnet der 18-Jährige als «fein und melancholisch». Vogt erklärt, dass in den Liedern viel Autobiografisches verarbeitet sei. So besingt er im Stück «Sarah» die Beziehung zu seiner besten Freundin. Sie sei wie ein Engel, der über ihn wache, erklärt der sensible Hinwiler. Die beiden anderen Stücke handeln von unerfüllter Liebe und Sehnsucht. Zu seinem eigenen Liebesleben will Vogt aber keine Auskunft geben. Er lacht und sagt: «Das ist ein Geheimnis.» Deshalb wohl auch der Titel der CD: «Comme un secret». Seine Liebe habe er aber leider noch nicht gefunden, ergänzt er schmunzelnd. Nach Konzerten wurde Vogt häufig gefragt, ob er denn Aufnahmen verkaufe. Jetzt könne er den Anfragen endlich nachkommen, sagt der Musiker stolz. Die Vernissage des Projekts feiern die Beteiligten am 29. August im katholischen Pfarreiheim in Hinwil.

Der Versuch ist gelungen. Durch sein Maturprojekt hat er mit seinen Chansons auch ausserhalb der Kirche Resonanz erzeugt. Etwa an der Schule: «Man kennt mich halt», bestätigt er bescheiden. An Mittagskonzerten an der Kanti Wetzikon habe er schon eine kleine Fangemeinde. Der Maturand weiss um seine Wirkung und lacht: «Ich bin halt schon eher so der Schwiegermuttertyp.» An einen Auftritt an einer Generalversammlung eines Frauenvereins erinnert er sich besonders gut. In Hemd und Fliege habe er die Zuhörerinnen dermassen begeistert, dass alle entzückt gewesen seinen und sogar Autogramme verlangt hätten.

Obwohl er mit seinem Charme dem Chansonnier Michael von der Heide locker Konkurrenz macht, will Vogt keine berufliche Karriere als Musiker einschlagen. Er habe sich für einen bodenständigen Weg entschieden und will Diplomat werden. «Das Musikbusiness ist mir zu hart», begründet der schlaksige 18-Jährige. Und Musiklehrer wäre ihm zu eintönig, lacht er. Trotzdem werde ihn die Musik sein Leben lang begleiten. Singen ist für ihn «wie eine Schmerztablette». Wenn er Sorgen habe und keine Freunde da seien, dann singe er. Das beruhige ihn und gebe ihm ein Gefühl von Geborgenheit. Diese wohltuende Wirkung seiner Musik ist auch für die Zuhörer spürbar. Vogts feinfühliger Gesang wirkt verzaubernd, wie ein kleines Geheimnis - «comme un secret». www.damianvogt.ch

Damian Vogt hat an der Kanti Wetzikon schon eine kleine Fangemeinde.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch