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Hinwil will Stadt werden und Dorf bleiben

Den Verkehr bändigen, ein Zentrum schaffen und ein vorbildliches Arbeits-, Einkaufs-, und Wohngebiet entwickeln – das sind die Ziele im Leitbild 2040.

Von Walter Sturzenegger Hinwil – Die Gemeinde Hinwil ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen, liegt nah bei der Stadt und der Natur und verfügt über eine innovative Industrie. Gleichzeitig erstickt sie mit ihren 10 100 Einwohnern im Verkehr. Ihr fehlt ein Dorfkern, sie offenbart ein Durcheinander im Industriegebiet Wässeri und droht zum Schlafdorf zu werden. So weit soll es nicht kommen. Das zeigt das Leitbild, in dem eine breit abgestützte Arbeitsgruppe unter der Leitung des früheren Ustermer Stadtpräsidenten und Führungsberaters Hans Thalmann die Zukunft skizziert. Am Samstag verabschiedeten 50 Mitglieder der Gruppe die politische Stossrichtung, die der Gemeinderat künftig verfolgen soll. Stadt mit Dorfcharakter Die Leitbildgruppe wünscht sich in 30 Jahren ein Hinwil, das eine moderne Stadt mit 12 000 Einwohnern ist, die alles, was sie brauchen, insbesondere Arbeit, vor der Haustür finden. Hinwil soll aber auch ein Dorf sein mit schmucken Ortsbildern und regem Gemeindeleben. Eine Gemeinde, die Sorge trägt zur Natur- und Kulturlandschaft, Nachhaltigkeit lebt und Arbeit, Einkauf, Wohnen und Freizeit auf kleinem Raum verbindet. Die Ziele sind in sechs Leitsätzen formuliert, die der Gemeinderat an einer Klausurtagung im Frühjahr konkretisieren will. Zur Erfolgskontrolle soll alle vier Jahre die Bevölkerungsbefragung wiederholt werden, die im Frühjahr 2010 erstmals durchgeführt wurde. Sie ergab, dass sich die meisten in der Gemeinde beheimatet fühlen. Jeder Zweite findet jedoch, der öffentliche Raum, das kulturelle Leben und die Arbeit von Behörden und Verwaltung liessen zu wünschen übrig. Nagelprobe steht noch bevor Hinwil nimmt sich viel vor. So soll ein verbindlicher Verkehrsrichtplan festgesetzt werden, eine richtige Dorfmitte entstehen und das Sport-, Kultur- und Bildungsangebot ausgebaut werden. Das Gebiet zwischen Wässeri und Bahnhof soll sich zum Arbeits-, Einkaufs-, Freizeit- und Wohngebiet entwickeln. Vorerst ist nun der Gemeinderat gefordert. Als Erstes wird er laut Gemeindeschreiber Daniel Nehmer den Verkehrsrichtplan vor die Gemeindeversammlung bringen. Weiter muss er entscheiden, wie er die Projekte anpacken und finanzieren will. Gefordert sind auch die Stimmberechtigten. Sie entscheiden letztlich über die Kredite.

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