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«Höchste Zeit, dass die Notbremse gezogen wird»

Zuwanderungsinitiative Der grüne Messias, TA vom 3. Mai Gegen Wachstum um jeden Preis. Endlich wagt es einer, eine Entwicklung zu hinterfragen, die früher oder später in den Abgrund führt. Kein Wachstum kann ewig dauern, alles hat seine Grenzen. Es darf doch nicht sein, dass wir weiterhin unsere Natur, die Umwelt, und Artenvielfalt diesem Wachstumswahn und der Geldgier opfern. Je mehr Leute in unser Land drängen, desto schneller geht es. Das hat nun gar nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern mit ganz banalem Realitätssinn. Dass ausgerechnet die Grünen diesen Zusammenhang nicht sehen wollen, ist für mich ein Rätsel. Am wenigsten darf man dieses Thema der Wirtschaft überlassen, die kümmert sich ohnehin keinen Deut um die Umwelt, sie will Wachstum und Gewinnmaximierung um jeden Preis, auch um jenen der ökologischen Zukunft. Wir haben kein Recht, unsere Erde in dem Masse zu plündern, wie es jetzt geschieht. Es ist dies völlig verantwortungslos gegenüber den künftigen Generationen. Ein grüner Messias ist tatsächlich nötiger denn je, übrigens nicht nur in der Schweiz. Ich wage zu behaupten, dass die Ecopop-Initiative sehr schnell zustande kommt, denn sie trifft den Nagel genau auf den Kopf. Hans Meier, Oetwil am See Nötig ist eine globale Strategie. Ecopop, eine Bewegung unter der Führung von Benno Büeler, fokussiert wie der Club of Rome auf die «Grenzen des Wachstums». Dabei ist die Zuwanderung respektive Überbevölkerung nur ein Parameter des Wachstums. Tatsache ist, dass alle fossilen und atomaren Brennstoffvorräte auf unserer Erde endlich sind, und sich in absehbarer Zeit erschöpfen. Die Klimaerwärmung, infolge ungebremsten CO2-Ausstosses wird unweigerlich zu globalen Veränderungen und Katastrophen führen. In Anbetracht dieser Fakten ist die Schlussfolgerung der Vernunft, eine Strategie der globalen Nachhaltigkeit auf allen Gebieten aufzubauen. Da muss auch die Schweiz im Rahmen ihres Potenzials einen Beitrag leisten. Wir besitzen das Know-how und die technischen Mittel. Wo ist die Bereitschaft unserer Eliten, der Politik und Wirtschaft, an dieser einmaligen Herausforderung zu wachsen, um für die Zukunft humane Lebensbedingungen für alle Menschen sicherzustellen? Ist die Gier nach rascher Bereicherung, die egoistische Einstellung «Après nous le déluge» eine Alltagsstrategie, die den Weitblick für eine nachhaltige Zukunft vernebelt? Noch hat die Menschheit die Chance einen Wendepunkt in ihrer Geschichte einzuleiten, doch die Zeit drängt. Bekommt Mahatma Gandhi recht mit der Feststellung, dass die Menschen nichts aus ihrer Erfahrung lernen? Oder wird die Prophezeiung von Bertolt Brecht in Erfüllung gehen: «Von unseren Städten wird bleiben der Wind, der durch sie blies»? Waldemar Santi, Uitikon Die Erde ist nicht unendlich gross. Pragmatisches Denken hat eine kleine Plattform erhalten. Wir alle wissen, dass die Fläche der Erde endlich ist. Wir wissen auch, dass die Energie- und Rohstoffquellen endlich sind. Alle diese Werte wachsen nicht. Warum nur reden massgebende Leute immer vom Wachstum? Wie Benno Büeler richtig sagt: Das Raumschiff Erde ist gefährdet, es ist meines Erachtens bereits übervoll. Es ist allerhöchste Zeit, vom quantitativen Wachstum wegzukommen und sich auf die gerechtere Verteilung des Wohlstandes zu fokussieren. Hinter vorgehaltener Hand hört man bereits, dass die Weltbevölkerung nicht grösser als 1 Milliarde sein sollte, damit das «System Erde» nachhaltig funktioniert. Ohne auf dieser Zahl zu beharren: Wann endlich nehmen die Religionen und die Weltgemeinschaft (zum Beispiel UNO) diese Verantwortung wahr und erarbeiten Strategien, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Nach wie vor sind Macht, Egoismus und Gier der Institutionen und Führer wichtiger als das Wohl der ganzen Welt. Eines ist klar: Wenn die Natur eingreift, wird es sehr schmerzhaft. Bruno Stocker, Zürich Noch besser wäre ein Nullwachstum. Als Linker kann ich die Ecopop-Initiative nur wärmstens begrüssen. Ein solcher Vorstoss ist überfällig. Die Bevölkerungsvermehrung vermindert in zunehmendem Mass die Lebensqualität in unserem Land. Wohlstand schlägt in Unwohlsein um. In der Enge droht Gedränge. Mit der ungebremsten Einwanderung wollen die interessierten Kreise – nicht zuletzt die Bauindustrie und die Immobilienwirtschaft – die Wirtschaft und den Konsum ankurbeln, ohne nach den Folgen zu fragen. Dichtestress, Verwahrlosung, Zunahme der Kriminalität und eine überforderte Infrastruktur machen sich allenthalben bemerkbar. Die Vision einer Bandstadt vom Boden- bis zum Genfersee, die schon jetzt in manchen Köpfen herumspukt, ist ein Horrorszenario. Höchste Zeit, dass die Notbremse gezogen wird. Streng genommen müsste sogar statt eines Wachstums der Zuwanderung von 0,2 Prozent ein Nullwachstum postuliert werden oder ein Numerus clausus bei höchstens acht Millionen Einwohnern. Walter Artho, Schlieren Kosten zahlt der Mittelstand. Auf so eine Person warte ich schon länger. Er geht das brennendste Thema der Schweiz unabhängig an. Ich glaube keiner Partei mehr. In den Diskussionen werden hier sofort die Positionen klar bezogen. Es wird nicht offen das Thema diskutiert. Ich hoffe, die Initiative wird in dieser Hinsicht etwas ins Rollen bringen, weg vom ständigen Wirtschaftswachstum (Mitte-rechts) sowie weg von der für alle offene Multi-Kulti-Schweiz (links-grün). Die Leute wollen das immer weniger. Die Kosten der Zuwanderung zahlt der Mittelstand. Die Leute werden noch draufkommen. Stefan Schmid, Kloten Vogel-Straus-Politik. Alle die nun scharenweise sich zum Wort meldenden Kritiker der Ecopop-Initiative weigern sich, die entscheidende Frage zu stellen, die da lautet: Wie viele Bewohner (unabhängig von deren Herkunft) können auf dem Gebiet der Schweiz nachhaltig, das heisst, insbesondere nachdem die fossilen Energieträger praktisch aufgebraucht sein werden, friedlich und ohne gravierende Einschränkungen leben? Dabei ist ein Zeithorizont von 50 oder mehr Jahren ins Auge zu fassen. Die gleiche Frage muss auch für den ganzen Planeten gestellt werden. Das kurzfristige Denken und ewige Geschwafel vom Wachstum, welches die Probleme nur vergrössert und in die Zukunft verschiebt und die existierenden Ungerechtigkeiten bei der Wohlstandsverteilung kaschieren hilft, ist sicher kein vernünftiger Lösungsansatz, sondern Vogel-Strauss-Politik. Heinrich Müller, Zürich Benno Büeler will die Schweiz vor der Überbevölkerung retten. Foto: Sophie Stieger

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