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Höhenflug für das Niderfeld

In Dietikon soll ein neuer Stadtteil entstehen, der Modellcharakter hat. Junge Architekten zeigen, wie das gelingen könnte.

Von Helene Arnet Dietikon – Wo gibt es in Zürich noch 40 Hektar gut erschlossenes Bauland am Stück? Im Dietiker Niderfeld an der Kantonsgrenze zum Aargau. Lange schien das Gebiet vorab für Fachmärkte interessant. Was gestern Abend Stadtpräsident Otto Müller (FDP) aber den Grundeigentümern, Behörden und Medien vorstellte, war ein visuelles Flanieren durch ein neuartiges Dietikon: «Im Niderfeld soll ein innovativer Stadtteil mit Modellcharakter entstehen», sagte er. Um nicht Gefahr zu laufen, auf alten Gleisen zu fahren, hat sich die Stadt für ein hierzulande eher unkonventionelles Planungsverfahren entschieden. Über die europäische Plattform Europan wurden junge Architekten angesprochen, welche unvoreingenommen und unverbraucht zeigen sollten, was auf diesem Stück Land alles möglich wäre. 26 Ideen wurden eingereicht, dasjenige von Yves Bachmann (Schweiz) und Toshihiro Kubota (Japan) wurde ausgezeichnet. Es beschäftigt sich nicht mit Gebäudehöhen und Strassenlinien, sondern mit dem Ambiente, das entstehen soll. Wie man beim Kochen erst mal abklärt, worauf man Lust hat, und dann die Zutaten zusammenstellt, sollen sich hier die Grundeigentümer erst einmal klar werden, welches Lebensgefühl im Niderfeld entstehen soll, bevor Häuser, Pärke und Strassen gebaut werden. Eine Idee, 100 Eigentümer Die Stadt lud damit zum Höhenflug ein, der allerdings schon nächstes Jahr geerdet wird. Dann nämlich muss laut Stadtplaner Jürg Bösch die konkrete Planung beginnen. Kein leichtes Unterfangen, gilt es doch rund 100 Grundeigentümer für eine Idee zu begeistern, die in der Folge in Gestaltungspläne gegossen werden muss. Der Zeitrahmen ist klar: Ab 2020 wird die Limmattalbahn das Gebiet queren. Dann sollte dort mehr als eine grüne Wiese stehen. Ambiente und Lebensgefühl waren im Architekturwettbewerb massgebend.Visualisierung: PD

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