Zum Hauptinhalt springen

«Ich hoffe, dass der Bund seine Versprechen wahr macht»

Nachgefragt Mit Gabi Petri sprach René Donzé Frau Petri, wie können Sie die Schlappe vom Sonntag verarbeiten? Wir sind uns gewohnt, dass wir als Umweltverband der Zeit voraus sind, das waren wir schon immer in Umwelt- und Klimathemen. Wir wollten auch den Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur vorausschauend planen. Doch offensichtlich sind die Leute nicht der Meinung, dass dieser nötig ist, obwohl es heute schon oft schwierig ist, auf dieser Strecke einen Sitzplatz zu finden. Nicht einmal die rot-grünen Städte Zürich und Winterthur haben Ihnen Folge geleistet. Es entspricht wohl ein wenig dem Zeitgeist, dass jene, die nicht direkt von einem Problem betroffen sind, dieses auch nicht so wahrnehmen. Und nicht alle sind Pendler zwischen diesen Städten. Darum auch die tiefe Stimmbeteiligung. Es war auch nicht eine parteipolitische Auseinandersetzung, sondern primär eine sachpolitische. Für einmal wurden Sie ja von der Zeit überholt. Der Bund plant den Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur ohnehin. Es ist ja schön, wenn wir mit der Initiative Schrittmacher waren und Bewegung in diese Diskussion kam. Ich hoffe, dass der Schub nun anhält und der Bund seine Versprechungen wahr macht. Werden Sie jemals mit dem Zug durch den Brüttener Tunnel fahren? Ich glaube kaum, dass der je gebaut wird. Denn es ist nicht vertretbar, wenn ein Tunnel gebaut wird, der eine Milliarde mehr kostet als der Ausbau der bestehenden Strecke. Auch das Bundesamt für Verkehr hat sich für die günstigere Lösung ausgesprochen. Sie sind eine gute Lobbyistin.Werden Sie nun gegen den Tunnel weibeln? Ich lobbyiere grundsätzlich nie gegen etwas, sondern immer für etwas. Als Nächstes setzte ich mich für das Rosengartentram ein und für eine bessere Finanzierungsgrundlage des öffentlichen Verkehrs. Jetzt beschönigen Sie aber ziemlich. Sie haben gerade kürzlich gegen das PJZ lobbyiert – mit Erfolg. Nein. Ich habe mich bloss für den Erhalt des Güterbahnhofs eingesetzt, damit das Areal einer Nutzung zugeführt wird, die breiteren Bevölkerungskreisen zugutekommt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch