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«Im Final sind das Ausreden»

Der frühere Davoser Benjamin Winkler verursachte die entscheidende Strafe gegen die Flyers.

Klotener Ärger Von Silvan Schweizer, Davos Nur 48 Stunden lagen zwischen den Klotener Glücksgefühlen, den Berner Meister aus dem Rennen geworfen zu haben, und dem ersten Bully des Finals. Müde Beine hätten die Flyers aber nicht gespürt, sagte Verteidiger Benjamin Winkler, als er das mässige erste Drittel seiner Mannschaft, das 0:2 endete, erklären sollte. «Im Final sind das Ausreden. Wir haben den Start schlicht verpennt.» Die Davoser spielten in den ersten 20 Minuten kontrollierter und geduldiger. «Sie haben ihre Konter, die sie fahren. Ihre Stürmer lauern immer an der blauen Linie. Das ist nichts Neues», sagte Winkler, der einst selbst sieben Jahre im Kurort spielte, drei Meistertitel feierte und auch mit einer Davoserin verheiratet ist. Er sprach aber nicht nur deswegen aus Erfahrung: Beim 0:1 war er der letzte Klotener, der in einer 2-gegen-1-Situationen am Boden liegend versuchte, die Bündner Angreifer zu stoppen – vergeblich: Petr Taticek nutzte Peter Guggisbergs Hereingabe. Der Knackpunkt Mut machte Winkler aber, wie Kloten danach im Mitteldrittel zurückkam. «Da konnten wir selbst das Tempo bestimmen. Das muss unser Ziel sein, auch für die nächsten Spiele», sagte der 34-Jährige. Als Knackpunkt in der Partie sah er danach die unterschiedliche Qualität der Powerplays. Kloten nutzte nur eine seiner sechs Chancen, der HCD drei seiner fünf. «Bei uns müsste eben auch einmal ein Puck ins Tor fliegen statt drüber. Da waren aber auch einige ganz knappe Dinger darunter», sagte er. «Und dass der HCD ein starkes Überzahlspiel hat, auch das wussten wir. Es muss darum unser Ziel sein, künftig weniger Strafen zu produzieren.» Winkler selbst hatte nach 51 Minuten in einem Zweikampf mit Dario Bürgler jene Strafe verschuldet, die zum entscheidenden 2:3 führte. «Das war ärgerlich, vor allem ein dummer Zeitpunkt. Aus meiner Sicht war das einfach ein Stock auf dem anderen. Und der eine Spieler hatte ein bisschen mehr Druck drauf als der andere, also ich», erklärte der Routinier. Aber er müsste sich die Szene nochmals am Fernsehen anschauen. Zu lange wollte er sich aber auch nicht darüber aushalten. Die Welt drehe schliesslich weiter.

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