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In Horgen sprudeln mehr Steuern

Horgens Steuerfuss soll 2011 trotz Defizit bei 90 Prozent belassen werden. Auch deshalb, weil es der Wirtschaft besser geht als befürchtet.

Von Arthur Schäppi Horgen – Im vierten Jahr in Folge kann der Gemeinderat den Stimmbürgern am 9. Dezember an der Gemeindeversammlung einen Steuerfuss von 90 Prozent beantragen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Entgegen früheren Prognosen sind die Steuereinnahmen von juristischen Personen im laufenden Jahr nämlich erstaunlich stabil geblieben. Und aufgrund von Gesprächen mit den grösseren ortsansässigen Firmen rechnet die Exekutive für 2011 gar mit einer «bescheidenen positiven Entwicklung», wie Finanzvorsteherin Daniela Moosbacher (FDP) am Donnerstag bei der Präsentation des Budgets für das nächste Jahr bekannt gab. Insgesamt werden 76,8 Millionen Franken Steuererträge erwartet – 4 Millionen mehr als im Vorjahresbudget. Dank dem anhaltenden Bauboom im höheren Preissegment rechnet Moosbacher damit, dass finanzkräftige Neuzuzüger ab 2011 zusätzliche Steuern in Millionenhöhe bringen. Eine erste Million 2011 – je eine weitere ab 2012 und 2013. Zwar schliesst der Voranschlag mit einem Ausgabenüberschuss von 1,1 Millionen Franken. Angesichts eines Eigenkapitals von 83 Millionen Franken sei dies aber «vertretbar» und die Finanzlage «im Lot», meinte Daniela Moosbacher. Verzicht auf Wünschbares Der Gesamtaufwand beträgt 173 Millionen – 7,5 Millionen mehr als im Budget 2010. Der Gemeinderat habe «das Notwendigste budgetiert und auf bloss Wünschbares» verzichtet. Höher fallen etwa von der Gemeinde nicht beeinflussbare Sozialausgaben aus. Fürs Gemeindepersonal gibts einen Teuerungsausgleich von 1,1 Prozent – und happige 2,5 Millionen werden für den Steuerkraftausgleich reserviert. Die Investitionen belaufen sich auf 11,3 Millionen Franken. Grössere Posten sind etwa ein Doppelkindergarten und ein Kunstrasen in der Waldegg, der Bau des Waidlikreisels sowie die Sanierung der Tödistrasse.

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