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In Nürensdorf soll es kein zweites Winnenden geben

Ein Alarmsystem soll Lehrer und Schüler im Schulhaus Hatzenbühl vor Amokläufen warnen. Ganz ausschliessen könne man eine solche Tat nie, sagt der Schulpräsident.

Von Doro Baumgartner Nürensdorf – Im Oberstufenschulhaus Hatzenbühl in Nürensdorf wird in den nächsten Wochen ein Amok-Alarmsystem eingebaut. Wie der Lanbote in seiner gestrigen Ausgabe schrieb, hat die Schulpflege dafür einen Kredit von 38 000 Franken gesprochen. Der Amokalarm ist ein internes Warnsystem für Lehrpersonen. Welche Massnahmen diese bei einem allfälligen Amoklauf treffen müssen, wollte der Nürensdorfer Schulpräsident Roland Burri nicht verraten. «Diese Information ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht», sagt er. «Die Lehrpersonen müssen sich bei einem Amok jedoch anders verhalten als in sonstigen Notfallsituationen.» Rund 240 Schülerinnen und Schüler besuchen das Hatzenbühl. Einen konkreten Anlass, wie etwa eine Drohung seitens eines Schülers, habe es bis jetzt nicht gegeben, sagt Burri. Ausschlaggebend für den Einbau einer Alarmanlage war der Besuch einer Schulpräsidenten-Konferenz. An dieser wurde gemäss Burri über den Amoklauf im deutschen Winnenden diskutiert. Zudem informierten die Bildungsdirektion und die Kantonspolizei über die Verhaltensregeln für Lehrerinnen und Lehrer bei einem Amoklauf. Burri erinnert sich an die schrecklichen Bilder der verschiedenen Taten, die an den Veranstaltungen gezeigt wurden. Daraufhin sei der Entscheid für den Einbau eines Amok-Alarmsystem im Oberstufenschulhaus gefallen. Ganz verhindern könne man eine solche Tat jedoch nie, «wir legen dem Täter aber Steine in den Weg». Nürensdorf ist nicht die einzige Schulgemeinde im Kanton, die mit einem Amok-Alarmsystem aufrüstet. «Aufgrund der vielen Amokläufe in den letzten Jahren installieren immer mehr Schulen ein Alarmsystem», sagt der Präsident des Verbands der Zürcher Schulleiter, Peter Gerber. Es gebe die unterschiedlichsten Alarmsysteme – teure und weniger teure. Doch es gehe bei allen darum, Lehrpersonen und Polizei über eine Amoktat zu orientieren. Wie Gerber sagt, könne dies mit einem Handy, einem festen Telefonanschluss im Schulzimmer oder einem Alarmknopf geschehen. Als Empfehlung für die Volksschulen erstellt die Bildungsdirektion in den nächsten Monaten ein Papier. Darin sind die Minimalvorkehrungen aufgelistet, um sich vor Amoktaten zu schützen. Die schrecklichen Bilder brannten sich in sein Gedächtnis. Roland Burri, Schulpräsident Nürensdorf

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