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Invasoren aus Amerika verderben die Nussernte

Die amerikanische Walnussfliege breitet sich immer stärker aus. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil haben den Grund dafür entdeckt.

Von Bettina Ledergerber Wädenswil – Seit fünf Jahren ist sie nicht mehr aufzuhalten: die amerikanische Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa). Ursprünglich war die Art nur im Südwesten der USA und in Mexiko beheimatet, in den 80er-Jahren wurde sie nach Europa eingeschleppt. Doch der Alpenkamm verhinderte etwa 15 Jahre lang die Ausbreitung in der Nordschweiz und in Nordeuropa. Insektenspezialisten der Forschungsanstalt Changins-Wädenswil (ACW) haben den Schädling genauer erforscht. Es lohne sich, die Ausbreitungswege und die klimatischen Faktoren zu verstehen, um für zukünftige Invasionen anderer Arten gewappnet zu sein, schreibt die ACW in einer Mitteilung. Die Resultate der zwei Jahre andauernden Forschungsarbeiten zeigen, dass die Kälte-Barriere am Alpenkamm wegen des Klimawandels immer schmaler und daher für die Fruchtfliegen überwindbar wird. Bekämpfung ist sehr schwer Es stellte sich heraus, dass inzwischen die ganze Schweiz von der Walnussfruchtfliege betroffen ist, aber nicht alle Nusssorten gleichermassen. Die Invasion stellt Landwirte vor Probleme. Sie haben keine Möglichkeiten, den Schädling zu bekämpfen. Es ist kein Mittel zugelassen. Jörg Samietz, Leiter der ACW-Forschungsgruppe Zoologie, sagt, dass die Walnuss in der Schweiz, anders als beispielsweise in Frankreich, keine so grosse Rolle spiele und der Schaden begrenzt sei. Der Schädling befällt selten den Fruchtkern, aber ist in der fleischigen Schale zu finden. Die Nüsse werden schon am Baum schwarz, und bei der Ernte ist die Fruchthülle schwierig abzulösen und klebt oft voller Maden an der Nuss. Die Maden der Walnussfliege an einer Nuss. Fotos: PD Die Walnussfliege stammt ursprünglich aus dem Südwesten der USA.

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