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Kantonsrat für drei Monate?

Die SVP Dielsdorf ist in einer verzwickten Lage. Kantonsrat Samuel Ramseyer (Niederglatt) tritt zurück, weil er in den Bildungsrat gewählt wurde. Nun muss, zwei Monate vor der Gesamterneuerungswahl, sein Sitz neu besetzt werden. Erster Ersatzkandidat ist Hans-Ulrich Brechbühl (Schleinikon). Der würde das Amt gern übernehmen. Bloss ist da die unschöne Tatsache, dass Brechbühl im April gar nicht mehr zur Wahl antritt. Er wäre nur bis zur Neukonstituierung im Mai im Rat – also für drei Monate. Es läge für Brechbühl deshalb nahe, den Platz dem zweiten Ersatzkandidaten, Christian Lucek, zu überlassen. Denn der tritt im April zur Wahl an. Aber Brechbühl zögert. Aus der SVP-Fraktion wird kolportiert, Brechbühl wolle sein Amt nur antreten, weil er und Lucek sich spinnefeind seien. Ein Kantonsrat erzählt: «Brechbühl hat gesagt, Lucek kommt nur über meine Leiche auf meinen Sitz.» Brechbühl weist das weit von sich. Es gehe ihm nur um die Fairness: «Wenn ich verzichte, hat Lucek im April bessere Wahlchancen als die übrigen Neukandidaten. Nehme ich das Amt an, haben alle die gleichen Chancen.» Fraktionspräsident Hans Frei will sich dazu nicht äussern. Erverhehltaber nicht, dass Brechbühl und Lucek nicht dicke Freunde sind: Es gebe zwischen ihnen zwar keinen Streit, aber «eine gesunde Rivalität». Er will nun mit Brechbühl das Gespräch suchen – die Entscheidung, ob er das Amt annehme, liege aber allein in Brechbühls Ermessen.(leu)

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