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Keine Morgenröte

Die eidgenössischen Parlamentarier haben es gestern abgelehnt, jeweils zu Sessionsbeginn die Landeshymne in den verschiedenen Landessprachen zu singen. Damit haben sie eine Riesenchance verpasst. Mit dem Absingen des Liedchens hätten sie, ohne in die Staatskasse zu greifen, ein viertes Konjunkturpaket schnüren können. Es hätte einer Unzahl von Gesangs- und Sprachtrainern viel Arbeit beschert, den Mannen und Frauen das Singen beizubringen. Auch die hiesige Plattenindustrie hätte wohl Morgenröte gesehen: 246 neue Musicstars, welche auf den Markt drängen, hätten der Volksmusik einen beachtlichen Schub verpassen können. «Es grünt so grün», intoniert von der Berner Chanteuse Therese Frösch, oder «Rot, rot blüht der Enzian», interpretiert vom Troubadour Christian Levrat , oder «Es Burebüebli», gejodelt von Toni Brunner, wären sicher Kassenschlager geworden. Aber was macht das Parlament: Aus schnöder Angst, sich zu blamieren, lehnte es gestern dieses Impulsprogramm ab. Obwohl die Politiker hoch und heilig versprochen haben, das hiesige Kulturschaffen zu fördern. Gregor Poletti>

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