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Kinderbetreuung vors Volk

Fehraltorf will sich Kindertagesstätten leisten. Die Gemeinde will hingegen keine eigenen Betreuungsorte betreiben.

Fehraltorf – 465 000 Franken will der Gemeinderat von Fehraltorf pro Jahr für die Kinderbetreuung ausgeben. Laut einer Mitteilung hat eine Umfrage ergeben, dass das Bedürfnis in der wachsenden Gemeinde gross ist. Im Juni vergangenen Jahres hat der Souverän des Kantons Zürich die Volksinitiative «Kinderbetreuung ja» mit grossem Mehr gutgeheissen. Nun müssen die Gemeinden – sofern der Bedarf ausgewiesen ist – Betreuung im Vorschulbereich anbieten.Wie der Gemeinderat schreibt, hätten sich 201 Familien an der Befragung beteiligt. Insgesamt zählten die Befragten 357 Kinder im Vorschul- und Schulalter. In 105 dieser Familien leben Kinder im Vorschulalter. Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Familie lag zu dieser Zeit in Fehraltorf bei 1,8. Gut für die Integration Der Gemeinderat von Fehraltorf stützt sich zudem auf eine Studie des Sozialdepartements der Stadt Zürich zum «Volkswirtschaftlichen Nutzen von Kindertagesstätten», die zeigt: Jeder dafür eingesetzte Franken bringt 1.60 Franken an die Gemeinde zurück, und jeder eingesetzte Franken bringt 3 bis 4 Franken der Gesellschaft zurück. Die Fehraltorfer Exekutive führt an: Ein direkter Nutzen erwachse aus erhöhten Steuereinnahmen infolge des Mehreinkommens der Eltern. Dazu kämen tiefere soziale Folgekosten dank gesparter Sozialhilfe- und Kleinkindbeiträge. Ein indirekter Nutzen entstehe zudem durch die verbesserte Integration von Kindern und Eltern in der Gemeinde. Gemäss der Erhebung betragen die Kosten für die beantragten Massnahmen im Jahr 2012 rund 267 000 Franken und ab dem Jahr 2013 rund 465 000 Franken, jährlich wiederkehrend. Die Stimmberechtigten können an den jeweiligen Budgetgemeindeversammlungen Einfluss auf diese Budgetposition nehmen. So ist sichergestellt, dass die jährlichen Kosten nicht der Mitsprache der Fehraltorfer entzogen sind. Keine Angebote von Gemeinde Der Gemeinderat will jedoch im Rahmen seiner Finanzplanung und in den jeweiligen Budgetvorgaben, unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde, die Beiträge massvoll festsetzen. In seiner Mitteilung schreibt er, dass die Gemeinde nur die Steuerung der Zusammenarbeit mit den Betreuungsstätten im Rahmen einer Leistungsvereinbarung übernehme und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überprüfe. «Sie führt aber grundsätzlich keine Betreuungsangebote selber», betont der Gemeinderat. Der Gemeindeversammlung wird das letzte Wort zur Verordnung zur Kindertagesstätte haben. (TA)

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