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Konsument Böni übt RacheKonsument Böni übt Rache

Kolumne Weil Böni gerne in der Welt herumreist, verfügt er seit Urzeiten über eine Jahresversicherung für allfällige Reise-Annullierungskosten bei Intertours Winterthur, die neuerdings unter dem Namen Axa firmiert. Kürzlich bekam er, obwohl er die Prämie bereits Ende des Vorjahres bezahlt hatte, eine neue Police und eine neue Rechnung – wie er dem beiliegenden Schreiben entnahm, aus rein internen verwaltungstechnischen Gründen. Vertragsdaten, Konditionen und Kosten blieben sich gleich. Etwas aber war neu: Da lag doch tatsächlich ein ausgedruckter Einzahlungsschein bei über eine Endsumme in der Höhe von 1.75 Franken. Diesen Betrag, begriff Böni nach eingehendem Studium der Akten, schuldete er der Axa, weil er die Prämie nicht per Lastschriftverfahren oder E-Rechnung begleichen will. Damit will Axa die Kosten, die ihr durch den Einzahlungsschein entstehen, an Böni überwälzen. Es handelte sich also sozusagen um eine Strafgebühr für anachronistisches Konsumverhalten.Den Unterlagen entnahm Böni aber auch, dass der Einzahlungsschein nur pro forma ausgestellt worden war – und beileibe nicht etwa eingelöst werden sollte; Axa würde die Fr. 1.75 auf die nächste Jahresrechnung übertragen. Nicht doch!, befand Böni. Wozu denn sonst der perfekt ausgefüllte Einzahlungsschein? So viel Mühe gehört belohnt! Er ging hin und bezahlte die Fr. 1.75 getreulich ein. Rache ist süss, dachte er dabei – und Arbeitsplätze sichert sie erst noch. (ran)

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