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Kreta, Plinia und Peru sind die schönsten

Der Föxen-Hof im Hirzel war Schauplatz eines besonderen Anlasses: Auserkoren wurden jene drei Kühe, die für Hirzel zur Endausmarchung um das schönste Braunvieh der Region geschickt werden.

Hirzel. - Werner Höhn, Landwirt und Viehzüchter im Hirzel, muss präzise manövrieren. Überall auf dem Föxen-Hof sind landwirtschaftliche Fahrzeuge vorgefahren. Höhn findet mit seinem Traktor aber noch eine Lücke. Im Anhänger transportiert er seine beiden Tiere, die er zu einem Art Teamwettbewerb für Kühe ins Rennen schickt. Es handelt sich dabei um den traditionellen Genossenschafts-Cup, der am kommenden Freitag beim Rothuus im Hirzel zur Austragung gelangt. An der bodenständigen Viehschau werden die drei schönsten Kühe der Region auserkoren.

Auf dem Föxen-Hof findet eine der Vorwahlen statt. Der Braunviehzuchtverein Hirzel wählt das Trio für Rothuus aus. Höhn treibt eine bereits prämierte Kuh vor sich her. Moldau wurde vor drei Jahren am Cup der Hirzler Bauernbetriebe zur «Miss Hirzel» gekürt.

Insgesamt sind schliesslich 22 Prachtexemplare von Kühen vor dem grossen Stall aufgereiht, sie gehören rund einem Dutzend Bauern aus der Umgebung. Gastgeber der Vorausscheidung sind Ruedi Zollinger, der den Föxen-Hof betreibt, und sein Bruder Hans, der ein paar Hundert Meter entfernt das «Gumpi» bewirtschaftet.

Expertenrunde

«Ich bin froh, haben sich so viele Bauern eingefunden», sagt Landwirt und Viehzüchter Fritz Stocker, der am Mittwochnachmittag seine Funktion als kantonaler Viehschau-Experte wahrnimmt. «Eigentlich müssten wir das schöne Wetter zum Arbeiten nutzen, nun haben wir uns Zeit genommen, uns hier zu treffen.» Stocker hat zusammen mit Martin Gafner, Präsident des Braunviehzuchtvereins Hirzel, das Sagen. Die beiden entscheiden, welche drei Tiere zum Final geschickt werden. Das Reglement sieht vor, je eine Kuh, die einmal, zweimal oder dreimal und mehr gekalbert hat, zu bestimmen.

Fachsimpeln tun alle Anwesenden. Kritisch werden der Rahmen - Brustbreite, obere Linie und Kreuzbeinhöhe -, das Becken, das Fundament - Beine, Fesseln und Klauensatz - sowie Euter und Zitzen begutachtet. Kommentiert wird hier, kritisiert da.

Heimsieg für Brüder Zollinger

Die Vorwahl endet mit einem Heimsieg. Gewählt werden Peru, Kreta und Plinia - allesamt im Besitze von Ruedi und Hans Zollinger. Die Wahl überrascht nicht weiter. Denn auch der Schweizerische Braunviehzuchtverband hat mit Zertifikaten dem Trio Höchstnoten erteilt. So wurden Plinia 84 von insgesamt 100 möglichen Punkten attestiert, was ihr die Gesamtnote «sehr gut» eintrug. «Dass wir gleich dreimal in die Kränze kommen, hätte ich nicht erwartet», sagt Hans Zollinger, derweil es für seinen Bruder Ruedi «eine grosse Ehre ist, für den Braunviehzuchtverein Hirzel im Final vertreten zu sein.» In diesem misst sich Hirzel am kommenden Freitag mit Wädenswil, Richterswil, Mettmenstetten, Hausen am Albis, Neuheim und Herrlisberg.

Moldau, «Miss Hirzel 2006», schafft es nicht mehr in die finale Entscheidung. «In drei Jahren verändert sich eine Kuh halt sehr», sagt Besitzer Werner Höhn. «Ich bin trotzdem im Rothuus dabei und werde Hirzel die Daumen drücken.»

BILD PATRICK GUTENBERG Fritz Stocker (v. l.) begutachtet mit Hans und Ruedi Zollinger die Kühe.

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