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Küsnacht versus Swisscom und Co. Küsnacht versus Swisscom und Co.

Küsnacht – An der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2009 beschlossen die Küsnachter Stimmbürger eine Ergänzung der Bau- und Zonenordnung: Mobilfunkanbieter wurden verpflichtet, ihre Anlagen primär in Industrie- oder Gewerbezonen aufzustellen. Installationen in Wohnzonen der Gemeinde wären demnach nur dann zulässig, wenn die Anbieter den Nachweis einer technischen Notwendigkeit erbringen könnten. Swisscom, Sunrise und Orange legten gegen diesen Entscheid kurz darauf erfolgreich Rekurs ein. Der Gemeinderat und die Rechnungsprüfungskommission Küsnachts haben nun gemeinsam beschlossen, ihrerseits Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission zu erheben und den Fall ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen. «Der Ausgang ist ungewiss. Ich schätze, die Chancen sind 50 zu 50», sagt der Küsnachter Gemeindeschreiber Peter Wettstein. «Unser Ansatz ist aber sicherlich erfolgversprechender als derjenige der Gemeinde Stäfa, welche in einigen Gebieten ein striktes Bauverbot durchsetzen wollte.» Stäfa unterlag Swisscom und Sunrise im Mai dieses Jahres vor dem Verwaltungsgericht und quittierte daraufhin das Verfahren. Es gehe darum, nun endlich ein Steuerungsinstrument zu finden, das den künftigen Umgang mit Baugesuchen für Mobilfunkanlagen regeln könne, erklärt Wettstein. Insofern reiche die Bedeutung des im Frühjahr 2011 zu erwartenden Urteils des Verwaltungsgerichts über Küsnacht hinaus. (lsch)

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