Zum Hauptinhalt springen

Liebe und Tod in der Provence

Französische Küche, guter Wein und mysteriöse

Geschrieben hat der ehemalige Konsumentenschützer, Sekretär des Staatspersonalverbandes, Grossratspräsident und heutiger Zentralpräsident des Schweizer Fischereiverbandes, Roland Seiler, schon während der Schulzeit gern und oft. Später stach er mit seinen Kolumnen im «Bund» oft in ein Wespennest. Sein erstes Highlight war der Bericht über das einwöchige Bergdrama am Eiger 1957. Sein Lehrer, Ernst Hostettler, prophezeite ihm damals eine Zukunft als Schriftsteller, dabei wollte er doch Schauspieler werden. Er hat «Wilhelm Tell» umgeschrieben, mit den Schulkameradinnen und -kameraden aufgeführt und hat Regie und Hauptrolle übernommen. Nun hat der am 21.September 1946 geborene Politiker seinen ersten Kriminalroman verfasst. Er heisst «Tote verdienen Ruhe» und erzählt über mysteriöse Todesfälle in der Provence. In der Bibliothek Spiez gab der Autor ein paar Kostproben daraus zum Besten. Mit einem Augenzwinkern «‹Ich habe Angst›, flüsterte – nein, hauchte mir Monika ins rechte Ohr. Ich nahm sie in meine Arme und zog sie fest an mich, um ihr das Gefühl von Sicherheit zu geben. Dabei war meine eigene Sicherheit nur noch gespielt, denn auch mir war die Situation längst nicht mehr geheuer», las Seiler mit verschmitztem Augenzwinkern. In seinem Krimi erzählt Seilervom verwitweten Robert Schneider. Dieser wird als kantonaler Beamter ein Opfer des Stellenabbaus. Knall auf Fall verliebt er sich in eine junge Deutsche und folgt dieser Hals über Kopf in die Provence, wo er in erhebliche Turbulenzen gerät und schliesslich von der eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Mit frei erfundenem «rotem Faden» hat er viele autobiografische Erlebnisse zusammengebunden. Der Leser lernt dabei einen Teil der Provence sowie deren Bewohner, ihren Alltag, Bräuche, Geschichten und Küche kennen. «Er blickte sich um, überlegte kurz, öffnete den Kofferraum, schleifte den leblosen Körper hinter seinen Cadillac und hob ihn grobschlächtig hinein», las Roland Seiler in der Bibliothek weiter vor. Aus der Jugendzeit Ebenso spannend wie die Ausschnitte aus seinem Roman waren des Autors Erinnerungen an seine Jugendzeit. Sein Grossvater sei der erste Posthalter in Bönigen gewesen. Um Verwechslungen zu vermeiden, sei er zu Poscht-Hänsels Roländel geworden. Roland Seiler berichtete vom Nielenrauchen im Lager am Lütschinenufer, von der jungen Lehrerin, die er verehrte, und den Ferien in Gstaad, wo er erstmals mit der Landwirtschaft und dem andern Geschlecht konfrontiert wurde. Nach der Hüterbubenzeit auf Breitlauenen habe er Senn werden wollen, erzählte er. Verena Holzer >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch