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Lust und Leben im Stade de Genève

Aussenbahn Im Februar 2005 verschwand Servette von der Bildfläche, der Konkurs machte einen Neustart in der Anonymität der 1. Liga notwendig. Ein Jahr später stieg der 17-fache Meister zwar auf, er fand sich dort aber in einer Gesellschaft wieder, die über Jahre so manch erschreckendes Beispiel für das Desinteresse am Fussball auf dieser Stufe lieferte. Es gab YF Juventus, dem 2006 gegen Lausanne und Baulmes im Utogrund ganze 100 Leute zuschauen wollten; die Trostlosigkeit teilten die Zürcher mit dem SC Cham oder Le Mont, das in diesem Frühling gegen Wil 130 Menschen mobilisierte. Unbestritten ist: Solange 16 Vereine die Challenge League aufblähen, wird es immer wieder Besucherzahlen geben, die an 2.-Liga-Partien erinnern. Servette hebt sich nun ab wie der FC St. Gallen, der in seiner Aufstiegssaison 08/09 einen Schnitt von 12 469 erreichte – mit den Spitzenwerten 19 500 (gegen Winterthur) und 17 283 (Lugano). Als am Samstag Lausanne zum Léman-Derby kam, sorgten 15 252 Zuschauer für einen wunderbaren Rahmen und die drittgrösste Kulisse, seit die zweithöchste Spielklasse Challenge League heisst (2003). Im Stade de Genève, das nach dem Absturz des Klubs 2005 zu einer Bauruine zu verkommen drohte, herrscht wieder Leben. Und die Entwicklung zeigt, wie sehr sich die Genfer sehnen, wieder grosse Namen in ihrer Stadt zu empfangen, Basel und GC statt Wohlen und Locarno. Das Derby war von bemerkenswerter Qualität, und trotz des 1:2 ist Servettes Optimismus ungebrochen, im nächsten Sommer das Comeback in der Erstklassigkeit zu geben. Die Lust des Umfelds nimmt bereits Super-League-würdige Züge an. (pmb.)

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