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Messerstich war verhältnismässig

Mit einem Messer stach ein junger Schweizer einem Kontrahenten in den Hals – aus Notwehr. Zu diesem Schluss kam nun das Bezirksgericht Dielsdorf.

Von Sandra Zrinski Buchs/Dielsdorf – Der heute 20-jährige Buchser und sein Freund versuchten an der Dorfchilbi im Herbst vor zwei Jahren einen Streit zwischen zwei Gruppen zu schlichten. Die Folge davon war, dass sie selbst angegriffen wurden. Der 20-Jährige flüchtete, weil er Angst hatte, Schläge auf seinen durch Operationen empfindlichen Kiefer zu erhalten. Mehrere Mitglieder der prügelnden Gruppe nahmen die Verfolgung auf. Als einer davon auf 3 Meter herangekommen war, drehte sich der Schweizer um und stach mit einem Butterfly-Messer zu. Der am nächsten aufgerückte Kontrahent – er hatte bereits früher Auseinandersetzungen mit dem jungen Schweizer gehabt – wurde durch das Messer verletzt. Die 15 Zentimeter lange Klinge drang knapp neben der Halsschlagader ein. Nur aufgrund der schnellen Ersten Hilfe überlebte der Verletzte. War diese Art von Notwehr angemessen, oder war es ein Versuch einer eventualvorsätzlichen Tötung? Dieser Frage ging das Bezirksgericht Dielsdorf an der Verhandlung vergangenen Monat nach (der TA berichtete). Gemäss dem nun veröffentlichten Urteil hat es den Schweizer von der versuchten Tötung freigesprochen. Er wurde aber wegen des Mitführens des Butterfly-Messers zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 100 Franken verurteilt. 69 Tage gelten als erstanden. So lange war er nach der Tat, die er der Polizei selbst gemeldet hatte, in Untersuchungshaft.

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