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Nach dem Burgspektakel ein Mittelalterfest im Aargau

Auf ein zweites Burgspektakel muss Regensberg noch warten. Derweil organisiert seine geistige Mutter - Sabine Grossrieder - nächsten Sommer ein Mittelalterfest auf Schloss Liebegg im Aargau.

Regensberg. - Noch dauert es ein Jahr, bis das grosse erste Mittelalterfest auf dem Schloss Liebegg bei Gränichen im Kanton Aargau steigt. Doch schon heute steckt Sabine Grossrieder mitten in den Vorbereitungen. In einem dicken Ordner zeigt die Regensbergerin auf die Unterlagen, die sich seit einem Jahr darin angesammelt haben: Anfragen für die Nutzung der Sandsteinhöhle, Abklärungen mit der Feuerwehr und dem Zivilschutz, Mailverkehr mit mittelalterlichen Profi-Gauklern und -markttreibern.

«Zwei Jahre dauert die Organisation eines solchen Grossanlasses», sagt die 43-jährige Grossrieder, die seit 20 Jahren beim Schweizer Fernsehen arbeitet. Immerhin: Erwartet werden an den drei Festtagen im Aargau über 10 000 Besucher; noch mehr als damals in Regensberg, wo sie zusammen mit einem eigens dafür gegründeten Verein 2007 das erfolgreiche Burgspektakel organisiert hatte. Den Anlass im Aargau stellt sie nun mit ihrem Bruder und dem Verein Schloss Liebegg auf die Beine. Dafür gründeten sie ihre eigene Agentur namens Pluspunkt Event GmbH.

Blick zurück auf Regensberg

«Nicht alles klappt beim ersten Mal», sagt die Präsidentin des Vereins Burgspektakel mit Blick zurück auf die Regensberger Erfahrung. So habe man damals eine Stunde vor Festbeginn gemerkt, dass die Funkgeräte nicht funktionierten. «Da es im Städtli keinen Handyempfang gibt, mussten wir Organisatoren einander zu Fuss suchen gehen, um miteinander zu kommunizieren.» Sie lacht: Wie im Mittelalter! Zum Glück sei es wenigstens schön gewesen, so habe sie ihre mittelalterlichen Schuhe, die bereits nach kurzer Zeit drückten, ausziehen und barfuss laufen können.

Ein anderer Knackpunkt des Grossanlasses sei die Gastronomie gewesen: «Man bestellt gemeinhin zu wenig», sagt Grossrieder. «Wäre es aber nicht so schönes Wetter gewesen, dann wären sicher viel weniger Besucher gekommen.» Das Fest in Regensberg sei nicht zuletzt des guten Wetters wegen ein voller Erfolg geworden. Warum also nicht wiederholen?

«Ich scheue mich davor», so Grossrieder. Als Präsidentin des Vereins - schiebt sie nach - dürfte sie das eigentlich gar nicht sagen: Schliesslich seien alle anderen 23 Mitglieder dafür. Sie aber begründet ihre Meinung: «Es war gut so, und vielleicht sollte man es sein lassen.» Lieber würde sie etwas Neues machen. Das sei kein Widerspruch zu ihrem Engagement im Aargau: «Ich mache ein Mittelalterfest, weil ich die Kontakte zur Szene nicht verlieren will.» Sodass sie auch für ein zweites Burgspektakel gerüstet wäre, wenn denn Anfang nächsten Jahres in Regensberg Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Verein - der grösste in Regensberg - hatte es sich zum Ziel gesetzt, spätestens fünf Jahre nach dem Burgspektakel einen neuen Event zu organisieren. Das wäre 2012.

Vor allem eines würde die gebürtige Bernerin, die seit zehn Jahren in Regensberg wohnt und dank dem Spektakel «Freunde im Städtli gefunden» hat, wieder genau gleich machen: «Ich will die Bewohner - Kinder wie Erwachsene, aber auch Vereine und Gewerbetreibende - involvieren.» Nicht nur, weil dann automatisch mehr Leute ans Fest kämen. «Sondern auch, weil es dann kein kommerzieller Anlass wird.» Das Mittelalter sei derzeit «in», und oft träten die immer gleichen Marktfahrer auf; die Besucher aber konsumierten nur. Für Grossrieder ist es wichtig, dass die Kinder ihre Kostüme selber nähen, die Vereine an mittelalterlichen Wettkämpfen teilnehmen, der Dorfpfarrer mittelalterliche Trauungen durchführt. Wie am Festival 2007. Ihre drei eigenen Buben - heute zwischen 6 und 10 Jahren - mimten damals die Pagen.

Ein Ordner voller Unterlagen: Sabine Grossrieder plant einen Grossanlass.

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