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Neue Arbeitsplätze schaffen, wo einst Golfbälle flogen

Statt weiterer Einkaufsmärkte will der Wädenswiler Stadtrat im Gebiet Neubüel/Rütihof neue Gewerbebetriebe ansiedeln. Der Kanton soll die rechtlichen Grundlagen dazu schaffen.

Von Arthur Schäppi Wädenswil – Auf dem knapp vier Hektaren grossen Wiesland beim Lidl Rütihof in Wädenswil schwirrten bis vor ein paar Jahren noch die Golfbälle einer Driving Range durch die Luft. Jetzt möchte der Stadtrat hier vor allem eines: dringend benötigte Arbeitsplätze ansiedeln. Lokale Gewerbebetriebe sowie etwa Technologieunternehmen und Dienstleistungsfirmen sollen sich niederlassen, wie auch im benachbarten Industriegebiet Hintere Rüti und im Neubüel, dem wichtigsten Entwicklungsgebiet der Stadt. «Damit Wädenswil lebendig und dynamisch bleibt, brauchen wir beispielsweise nicht noch weitere Fachmärkte und auch nicht nur neue Wohnungen, sondern je länger, je dringender zusätzliche Arbeitsplätze und Platz fürs regionale Gewerbe», sagt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Der Stadtrat und die Stadtentwicklungskommission seien sich einig, dass sich das autobahnnahe Gebiet Neubüel/Hintere Rüti/Rütihof für neue Arbeitsplätze bestens eigne. Weil es verkehrstechnisch gut erschlossen sei, für neue Wohnungen aber zu peripher liege. Andere Projekte verhindern Um diese Ziele zu erreichen, will die Stadtregierung im Gebiet Rütihof planungsrechtliche Konsequenzen ziehen. Sie hat der kantonalen Baudirektion dort die Festsetzung einer 4 Hektaren grossen Planungszone beantragt, wie der Stadtrat gestern bekannt gab. Und zwar über dem Wiesland des früheren Golfabschlagplatzes in der Industriezone zwischen der Zuger- und der Alten Steinacherstrasse neben der Lidl-Filiale. Kommen die kantonalen Instanzen dem Begehren nach, so dürfen dort während der Dauer von maximal drei Jahren keinerlei baulichen Veränderungen vorgenommen werden, die den Planungen des Stadtrates zuwiderlaufen. «Diese Zeit können wir nutzen, um beispielsweise Sonderbauvorschriften, eine Gestaltungsplanpflicht oder andere Vorgaben zur Förderung von Arbeitsplätzen im Rütihof zu erlassen», sagt Kutter. Und der Stadtpräsident betont, dass die Festsetzung der Planungszone auch aus überkommunaler Sicht sinnvoll sei. «Mit der laufenden Revision des regionalen und kantonalen Richtplanes soll das Gebiet Hintere Rüti/Neubüel samt Umland ohnehin grossräumig als regionales Arbeitsplatzgebiet ausgeschieden werden», erklärt er. Land einzonen Der Wädenswiler Stadtrat möchte die kantonale Richtplanrevision auch dazu nutzen, im Neubüel beidseits der Zugerstrasse 25 Hektaren zusätzliches Land für Firmen einzuzonen. Er beantragte beim Kanton daher, das bestehende Siedlungsgebiet auf heutiges Landwirtschaftsland bis zur Unteren Bergstrasse und zum A-3-Anschluss Richtung Zürich auszudehnen. Über das Begehren aus Wädenswil muss der Kantonsrat befinden. «Damit Wädenswil lebendig und dynamisch bleibt, brauchen wir dringend zusätzliche Arbeitsplätze.» Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP)

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