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Neue Deponie soll für die nächsten 40 Jahre reichen

Gestern ist der offizielle Spatenstich für die Lufinger Deponie Häuli erfolgt. Die Anlage ist für die Lagerung von 4 Millionen Tonnen Altlasten konzipiert.

Von Alexander Lanner Lufingen – Wer das Gebiet der künftigen Deponie Häuli betritt, macht grosse Augen. Gleich neben der seit 1987 in Betrieb stehenden Deponie Leigrueb entsteht auf 90 000 Quadratmetern die neue Grube. Sie ist damit rund 30 000 Quadratmeter grösser als ihre Vorgängerin, welche bis 2012 verfüllt sein dürfte. «Das Ziel ist es, dass wir im November 2011 die erste Lastwagenladung in die neue Deponie kippen können», sagte Heinrich Eberhard, CEO der Eberhard Unternehmungen aus Kloten, am gestrigen Spatenstich. Bis dann ist die Deponie Häuli zwar noch nicht ganz fertiggestellt. Die Betriebsbewilligung für den erstellten Teil sollte zu diesem Zeitpunkt aber schon vorliegen, schätzt er. Dies sei auch wichtig, damit der Betrieb nahtlos von der alten zur neuen Deponie übergehen könne. Häuli, so hat man berechnet, dürfte erst in 40 Jahren verfüllt sein. Stefan Eberhard, Sohn des CEO und Betriebsleiter der Deponie Häuli Lufingen Zürich (DHZ) AG, sagte, dass während der Bauarbeiten rund 1,3 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. «Das Aushubmaterial wird nicht abtransportiert, sondern um die Grube aufgeschüttet», erklärte er. Daneben werden eine Aufbereitungshalle und ein Betriebsgebäude mit Büros, Sitzungszimmer sowie eine Besucherterrasse entstehen. Für den Bau müssen 1,3 Hektaren Wald gerodet werden. Nach der Fertigstellung werde allerdings wieder aufgeforstet, was die Rodungsflächen mehr als kompensiere. Parallel zu den Bauarbeiten wird die Leigrueb zu einem Amphibien-Laichgebiet umgewandelt. Auch in der Häuli wird dasselbe Material gelagert wie zuvor in der Leigrueb: stabile Inertstoffe wie Bauschutt, Strassenaufbruch oder Bodenaushub sowie sich noch biologisch oder chemisch umwandelnde Reaktorstoffe wie Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen. Spatenstich mit Verspätung Mit schwerem Geschütz arbeitet die DHZ AG, eine Tochter der Eberhard Unternehmungen, bereits seit dem 19. Juli auf Hochtouren. Wenige Tage davor – lediglich etwas mehr als drei Jahre nach der ersten Ideensammlung für eine Nachfolgedeponie – erhielt sie die Baubewilligung. Der gestrige Spatenstich erfolgte somit mit einer künstlichen Verspätung. «Wir wollten damals mit dem Baubeginn nicht mehr länger zuwarten», sagte Heinrich Eberhard. Und während der Sommerferien hätte wohl nicht so viel Prominenz den Weg nach Lufingen gefunden. Für den offiziellen Eröffnungsakt zu den Bauarbeiten griffen gleich vier Behördenträger zur Schaufel – oder besser zur Baggerschaufel. Markus Kägi, Baudirektor des Kantons Zürich, Jürg Badertscher, Gemeindepräsident von Lufingen, Ernst Kägi, Hochbauvorstand von Lufingen, sowie Erhard Büchi, Gemeindepräsident von Embrach, versuchten sich an je einer der vier Baumaschinen. Nach einigem Üben konnten alle eine ansehnliche Menge Erdreich mit dem Bagger umschichten.

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