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Neuer Anlauf für neue Sporthalle

Der Gemeinderat Schönenberg hat den Gestaltungsplan für die neue Sporthalle verabschiedet. Die Gemeindeversammlung entscheidet Ende September. Die Gegner formieren sich.

Schönenberg. - Die Turnhalle in der Kalchtaren ist wieder Gesprächsthema in Schönenberg. An der Gemeindeversammlung vom November 2008 forderte ein deutliches Mehr der damals anwesenden 288 Stimmberechtigten (20,5 Prozent) den Gemeinderat auf, den Gestaltungsplan für eine neue Turnhalle nochmals zu überarbeiten. Ein erster Gestaltungsplan für einen Ersatz der veralteten Turnhalle war 2006 deutlich abgelehnt worden.

Nun also hat der Gemeinderat den neuen Gestaltungsplan öffentlich aufgelegt. Während der Auflagezeit, so teilt der Gemeinderat mit, gingen vier Einwendungen ein. Der Gemeinderat hat die Einwendungen behandelt und das Weisungsbüchlein zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet. Die Hauptpunkte der Einwendungen sind: Eine Sporthalle sollte beim Schulhaus gebaut werden, sie führt zu Lärm und mehr Verkehr, und der Bau führt zu hohen Entsorgungskosten, weil das Grundstück mit Altlasten belastet ist.

Heinrich Günthard von der IG für eine vernünftige Sporthalle hat auch eine Einwendung verfasst. Er hat 20 Unterschriften in seiner Nachbarschaft im Sonnenrain gesammelt. Trotzdem zweifelt er daran, dass die Einwendungen etwas bewirken könnten: «Unsere Anliegen werden abgeschmettert. Wir werden nicht ernst genommen.»

Die Bewohner des Sonnenrains würden im Falle einer Umsetzung des Gestaltungsplans zu Nachbarn der neuen Turnhalle. Sie befürchten, dass die neue Halle zu mehr Lärm führt und zu mehr Verkehr. Heinrich Günthard sagt: «Ausserdem passt das grosse Gebäude mit Flachdach nicht ins Ortsbild.»

Die Gegner der Halle in der Kalchtaren wünschen sich, dass die neue Halle beim Schulhaus gebaut wird. Die Kinder hätten einen kürzeren Weg in den Turnunterricht und müssten nicht die Kantonsstrasse überqueren.

Urnenabstimmung gefordert

Die IG für eine vernünftige Sporthalle formiert den Widerstand gegen den Gestaltungsplan, über den die Schönenberger an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 29. September befinden. Doch Günthard ist wenig optimistisch: «Wir werden keine Chance haben. Es wird sein wie im letzten November.» Eltern schulpflichtiger Kinder seien damals zahlenmässig stärker an der Gemeindeversammlung vertreten gewesen. Günthard und die anderen Nachbarn fühlen sich hilflos und hoffen auf eine Urnenabstimmung. «Wir haben dem Gemeinderat in einem Brief vorgeschlagen, das Geschäft an die Urne zu bringen», sagt Günthard, «aber darauf ist man auch nicht eingegangen.»

Finanzvorstand Peter Steinegger (FDP) ist Mitglied der Arbeitsgruppe (AG), welche die Änderungen im neuen Gestaltungsplan gemacht hat. Er sagt: «Es sind kleine Korrekturen, und der Kanton hat den Gestaltungsplan abgesegnet.» Nach der Gemeindeversammlung vom November liess die AG die Anliegen der Initianten der Wiedererwägung des Gestaltungsplans Kalchtaren in das Projekt einfliessen. Nun ist die Höhe der Halle optimiert. «Der Bau wird 30 Zentimeter höher, er muss neben dem Dorfhuus ins Bild passen», sagt Steinegger. Der Aushub soll nicht so tief ausfallen, damit weniger Altlasten entsorgt werden müssen. Steinegger kennt die Opposition und sagt: «Die Argumente sind bekannt. Aber zum Beispiel mit dem Übergang über die Strasse hat der Gestaltungsplan nichts zu tun.»

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