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Obergericht bestraft Hittnauer

Der Gang ans Obergericht hat sich für einen Campingplatzbetreiber nicht gelohnt: Das Urteil fiel härter aus.

Von Nina Santner Hittnau – Im gestern veröffentlichten Urteil hat das Zürcher Obergericht den Betreiber des Campingplatzes in Hittnau der Nötigung schuldig gesprochen. Damit urteilt es härter als die Vorinstanz, das Bezirksgericht Pfäffikon. Dieses hatte den Hittnauer im März 2010 bloss wegen versuchter Nötigung verurteilt. Das Obergericht belässt das Strafmass aber bei einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 180 Franken, mit einer zweijährigen Bewährungsfrist. Grund für den Prozess war ein Disput zwischen dem Hittnauer und einem Wohnwagenbesitzer, der seinen Camper auch nach seiner Auswanderung nach Thailand auf dem Campingplatz stehen liess. Wegen offener Rechnungen blockierte der Hittnauer die Räder des Gefährts mit einer Kette und brachte bei der Anhängerkupplung eine Diebstahlsicherung an. Damit wollte er erreichen, dass sich der Wohnwagenbesitzer ordentlich abmeldet und die noch ausstehenden Beträge bezahlt. Im September 2008 rief der Besitzer des Wohnwagens die Polizei, als ihn die Diebstahlsicherung daran hinderte, das Gefährt mitzunehmen. Die Polizei zeigte den Campingplatzbetreiber in der Folge wegen Nötigung an. Der Hittnauer plädierte vor dem Pfäffiker Bezirksgericht im März auf Freispruch und wollte dies vor dem Zürcher Obergericht im September erneut durchsetzen. Ohne Erfolg. Ob er den Fall ans Bundesgericht weiterzieht, war gestern noch nicht entschieden.

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