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ohne bü-bü-bündnerflaisch

Einheimische Humorschaffende wagen in Winterthur zum dritten Mal einen satirischen Jahresrückblick.

von philippe amrein kabarett 2010 war für die hiesige Kabarettszene ein ziemlich ereignisreiches, aber unter dem Strich leider auch ein trauriges Jahr. «Schade, dass wir Abschied nehmen mussten von Moritz Leuenberger», seufzte Michael Elsener deshalb unlängst im Interview mit der «Luzerner Zeitung»; nicht zuletzt deshalb, weil der Parodist den Bundesrat in der SF-Satiresendung «Giacobbo/Müller» virtuos zu imitieren pflegte. Für einen spontanen Glanzpunkt sorgte immerhin der ebenfalls zurückgetretene Finanzminister Hans-Rudolf Merz mit seinem Lachanfall während einer Rede zu Zollbestimmungen, die mittlerweile unter dem Stichwort «Bü-Bü-Bündnerflaisch» fest im kollektiven Bewusstsein verankert ist. Ein solches Grossereignis ist natürlich einzigartig, drum lassen es die Künstlerinnen und Künstler bei der dritten Austragung des «Bundesordners» aussen vor, wenn siemit Wortakrobatik, Gesang und gewagtem Gestikulieren die vergangenen zwölf Monate nochmals aufgreifen. Sie betröten vielmehr Jörg Kachelmann mit Vuvuzelas, sinnieren über Vulkanasche in Zusammenhang mit dem lieben Gott und finden Gemeinsamkeiten zwischen Beni Thurnheer und der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Zu sehen und zu hören sind die Kabarettistin Anet Corti, die Slam-Poetin Lara Stoll, die Duos Schön & gut und Knuth und Tucek, der Stunt-Comedian Toni Caradonna sowie eben Michael Elsener. Die Wunderwaffe der Schriftgutverwaltung, die dem Abend seinen Namen gibt, ist bekanntlich aus Pappe – die genannten Comedy-Leute sind es keineswegs. Gestikalische Interpretation eines Bundesordner-Inhalts. Verlosung der züritippverlost 3 × 2 Tickets für die Vorstellung vom Di 18.1., 20 Uhr. Schicken Sie ein SMS mit Kennwort ORDNER bis Mo 17.1., 14 Uhr, an die Nummer 4488 (1 Fr. pro SMS). Gratis per Mobile: http://wapteilnahme-online.vpch.ch/ZUR72332 Do, Fr, Sa, So, Di, Mi 20 Uhr. Bis So, 23.1.Eintritt 40–60 Franken Bilder: Andi A. Müller/zvg, Bernhard Fuchs/zvg

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