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PolizistenmangelGrosser Spardruck, geringes Ansehen

«Die Kantonspolizei leidet an einem Unterbestand an Personal», sagt Peter Reinhard, Präsident des Verbands der Kantonspolizei Zürich und EVP-Kantonsrat aus Kloten. Der Unterbestand sei darauf zurückzuführen, dass man unter dem Spardruck die Polizeischule ein Jahr lang ausgesetzt habe, erläutert er. Zudem müsse die Kantonspolizei ständig neue Aufgaben übernehmen. Seit etwa das neue Gewaltschutzgesetz in Kraft sei, müsse die Polizei in Fällen von häuslicher Gewalt die Betroffenen selber einvernehmen. «Das kann zwei bis drei Stunden dauern», sagt Reinhard, «die Belastung für die Polizisten wird immer grösser.» Der Regierungsrat hat dieses Jahr bekannt gegeben, dass er die Aufstockung der Kantonspolizei forcieren möchte. Bis 2012 will er den Sollbestand von 2247 Stellen erreicht haben, rund 100 Polizisten sind dafür nötig. Die Polizeischulen aber haben Mühe, genügend Rekruten zu finden. Einerseits setze die Polizei sehr hohe Anforderungen an die Aspiranten, anderseits locke die Privatwirtschaft mit besser bezahlten Jobs, erklärt der Verbandspräsident. «Als Polizist ist man zudem für viele der ‹Böölimaa›. Das schreckt ab.» Bis die Kantonspolizei ihren Sollbestand erreicht hat, könnten deshalb laut Reinhard noch Jahre vergehen.(cab)

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