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«Reformen werden teuer»

Die SP Bucheggberg lud nach Lüterkofen zum

«Reformen, die von Eltern und Lehrerschaft mitgetragen werden, haben Chancen, zu gelingen», sagte Primarlehrer Bruno Affolter. Er ist Präsident des Verbands der Lehrerinnen und Lehrer des Kantons Solothurn (LSO). Affolter sprach über den Stand der Reformvorhaben und über die aktuellen Entwicklungen im Schulwesen. «Nichts Halbbatziges» «Das Thema Blockzeiten ist abgeschlossen und die Schulleitungen sind eingesetzt», so Affolter. Alle Schulen sollten bis 2010 zertifiziert sein, die Sek I–Reform laufe. Für 2010/11 sehe die Reform ein neues Übertrittsverfahren vor. Ab 2011 finde eine generelle Aufhebung der Kleinklassen statt, da sie in die Regelklassen integriert würden. Gut laufe das ICT-Projekt, das auf Wunsch der Gemeinden und wegen der hohen Kosten auf 2010 hinausgeschoben wurde. Zwei Neuerungen, die voraussichtlich ab 2012 gelten, seien die Einführung des Qualitätsmanagements und der Minimalstandards. Die Reformen sollten eigentlich Preisetiketten haben, denn schöne Worte würden nicht reichen. Die Basisstufe sei so ein Beispiel. Es sei ein schweizweites Modell, für welches das Departement 27Millionen Franken berechnet habe. Affolter betonte, die Lehrerschaft wolle nichts «Halbbatziges». Zudem stelle sich die Frage, ob überhaupt genügend Lehrpersonen zur Verfügung stünden. «70Lehrpersonen fehlen bei SekI», so Affolter. Bei den «Schulischen Heilpädagogen» seien es 40Personen mit Spezialausbildung. «Schaffen die Kinder das?» Frühfranzösisch werde im Bildungsraum Nordwestschweiz 2011 eingeführt, ab der 3.Klasse. 2010 bereits Frühenglisch ab der 5.Klasse. «Man fragt sich, ob die Kinder das schaffen.» Auch hier brauche es eine Ausbildung der Lehrpersonen und eine Pensenerhöhung. Gabriela Apfl, Messen, zeigte auf, wie die kantonalen Vorgaben umgesetzt werden und was das kostet. Seit 2009 gibt es im Bucheggberg einen einzigen Schulkreis. «Bis 2011 wird mit einem Investitionsbedarf von 12Millionen Franken gerechnet», sagte Apfl. Nach der Festlegung der Standorte brauchte man ein Transportkonzept. «Die Raumgrössen sind vorgeschrieben, sonst gibt es keine Subventionen. Ohne Reformen käme uns das Ganze etwa eine Million billiger», sagte sie. Neu brauche man pro zwei Klassen einen grossen Gruppenraum. Bei der Oberstufe kämen durch die Umsetzung der Sek I-Reform Fächer wie Berufsorientierung, Arbeitstechnik und Tastaturschreiben dazu, was zu deutlich mehr Stellenprozenten führen werde. «Ob und wie viele Zusatzpensen der Wechsel zum Fachlehrersystem verursachen wird, ist noch offen», so Apfl. Auf jeden Fall werde er zu mehr Weiterbildungsaufwand führen. Kostenreduktion Im Bereich Primarschule würde es zwar eine Kostenreduktion aufgrund der Aufhebung der Einführungsklassen geben, aber es brauche für unterstützende Vorbereitung zur Übertrittsprüfung oder die Medienbildung zusätzliche Stellen. «Die Reformprojekte werden extrem teuer – nur mit allen Schulen unter einem Dach könnten wir das machen.» Susi Reinhart >

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