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Roadpricing ist noch nicht vom Tisch

Zürich – Eigentlich hätte das Zürcher Stadtparlament gestern nur einen Bericht zur Kenntnis nehmen sollen. Da es darin aber um das umstrittene Roadpricing ging, entflammte darob eine Grundsatzdebatte. Einig waren sich die Gemeinderäte, dass die Verwaltung gute Arbeit geleistet hatte und ein Postulat von Franziska Graf Wüthrich (SP) und Thomas Kappeler (CVP) als abgeschrieben betrachtet werden kann. Im Bericht steht, dass Roadpricing für Zürich dann Sinn ergeben könnte, wenn die umliegenden Regionen mitmachen würden. Da aber derzeit weder Bund noch Kanton grosses Interesse am Thema zeigten, sei die schnelle Einführung eines Roadpricing unrealistisch, sagte Stadträtin Claudia Nielsen (SP): «Erst wenn die nötigen gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind, kann man darüber diskutieren.» Die Diskussion für vorzeitig beendet erklärte Markus Knauss (Grüne): «Roadpricing bringt kaum mehr als 1 Prozent Verkehrsreduktion.» Alan David Sangines (SP) erwähnte das Beispiel London, wo die Luftverschmutzung um 12 Prozent abgenommen haben soll. Für Roger Liebi (SVP) ist Roadpricing «unsozial». «Obwohl ich eigentlich dafür sein müsste, weil ich so freie Fahrt hätte, sollen auch ärmere Leute mit dem Auto in die Stadt fahren dürfen.» Mit 74 zu 42 Stimmen nahm der Rat den Bericht schliesslich zur Kenntnis. (pa)

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