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So vielseitig kann das Alphorn klingen

Mal modern, mal traditionell. Am 1.Langnauer Alphorn-Träff zeigten die Bläser, wie vielseitig das bodenständige Instrument klingen kann. Höhepunkt war der abschliessende Gesamtchor: Alle Besucher mit Alphorn machten mit.

Warme Klänge begrüssen die Gäste auf dem Langnauer Viehmarktplatz. Eingeladen zum ersten Langnauer Alphorn-Träff hat das einheimische Trio I Cornuti. Wobei Hans Stettler und Reto Mettler an diesem milden Sommerabend als Duo auftreten müssen: Christian Lehmann, der Dritte im Bunde, ist krankheitshalber verhindert.

Umso mehr freut sich Hans Stettler über die vielen Anwesenden: Es seien Gäste «von Genf bis zur Ostsee» anwesend, scherzt er. Einige Besucher ergänzen, ihre Heimat sei gar Australien.

Ungewohnte Klänge

Besonders die Touristen zeigen sich beeindruckt von den langen Hörnern und der Leichtigkeit, mit der ihnen die Bläser Töne entlocken. Hans Stettler betont, dass an diesem Treffen auch die Vielfalt an Klängen und Ausdrucksweisen demonstriert werden soll. Zusammen mit seinem Partner Reto Mettler zeigt er dies speziell in den Stücken, mit denen das Konzert eröffnet wird. Nebst Eigenkompositionen erklingen auch moderne, ungewohnte Melodien.

13, die Glückszahl

Als Gäste sind das Alphornquartett Emmental sowie die bereits 1921 gegründete Oberemmentalische Alphornbläser-Vereinigung eingeladen. Die Gäste spielen traditionelle Musik – und anders als die erst vor zwei Jahren gegründeten I Cornuti auswendig.

Weil die Bühne zu klein ist, muss sich die Oberemmentalische Alphornbläser-Vereinigung mit ihren zehn Bläsern auf dem Platz aufstellen. «Normalerweise sind wir sogar 13. Eine Glückszahl, denn immer, wenn wir 13 sind, erzielen wir an den Festen die Bestnote», erzählt ein Bläser.

Uraufführung für alle

Als Abschluss können alle Besucher, die ein Alphorn dabei haben, an der Uraufführung von Stettlers Komposition «1.Langnauer Alphorn-Träff» mitmachen. Aus Kofferräumen oder Tragtaschen werden eilig sorgfältig gepflegte Alphörner herausgenommen und zusammengesteckt. Zur Freude des Publikums ertönt dann das dreistimmige Stück, dirigiert vom Komponisten selber. Zum Ausklang überlässt Hans Stettler die Bühne der «freien» emmentalischen Alphornszene.

Kathrin Schneider

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