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Staatsanwalt Zeltner nun definitiv abgewählt

Die Staatsanwaltschaft ist wieder komplett: Der Kantonsrat hat den letzten freien Posten besetzt und Lukas Büttiker zum Staatsanwalt ernannt. Damit ist auch klar: Der in Ungnade gefallene Martin Zeltner ist definitiv abgewählt.

Es war zu erwarten: Nach seinem schlechten Resultat im ersten Wahlgang am 6.Mai hatte der umstrittene Staatsanwalt Martin Zeltner gestern auch im zweiten Wahlgang keine Chance, seinen Posten zu retten. Die Justizkommission des Kantonsrates hatte ihn – wie bereits vor dem ersten Wahlgang – auch diesmal nicht angehört und auch nicht zur Wahl empfohlen. Gerade mal 3 der 95 anwesenden Parlamentarier gaben Zeltner ihre Stimme. Das absolute Mehr lag bei 48 Stimmen. Auf Anhieb gewählt Mit 49 Stimmen auf Anhieb gewählt wurde der 29-jährige Lukas Büttiker aus Solothurn. Er war bisher befristet als ausserordentlicher Staatsanwalt tätig. Marc Finger aus Egerkingen kam auf 42 Stimmen. Schwierige Situation Zeltner, der wegen seiner unglücklichen Auftritte und seiner Ferienabwesenheit im Pensionskassenprozess Vera/Pevos im Sommer 2008 in Ungnade gefallen war, befindet sich im Alter von 52 Jahren in einer schwierigen Situation. Zum einen ist er gesundheitlich angeschlagen, zum anderen dürfte es für ihn schwierig werden, wieder eine Stelle als Staatsanwalt zu finden. Abfindung: Ja oder Nein? Möglich ist, dass Zeltner vom Kanton eine Abgangsentschädigung einfordert. Dieses Unterfangen wäre vor allem dann aussichtsreich, wenn das hängige Verfahren vor Verwaltungsgericht zu Zeltners Gunsten ausfällt. Dort geht es um die von der Regierung verhängte Disziplinarmassnahme in Form einer Lohnkürzung. Diese ficht Zeltner an. Die maximale Abfindung liegt in der Höhe eines Jahreslohns. Wann das Gericht ein Urteil fällt, ist offen. phm>

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