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Stadtrat will im Gebiet Stoffel eine Wohnzone

Der Wädenswiler Stadtrat beantragt dem Parlament, die SP-Initiative «Der Stoffel bleibt grün» abzulehnen. Ermacht einen Gegenvorschlag.

Von Elio Stamm Wädenswil – Der Wädenswiler Stadtrat will das Naherholungsgebiet Stoffel mehrheitlich frei halten, aber nicht ganz. Der grüne Gürtel trennt die Siedlungsgebiete von Wädenswil und der Au. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament, die SP-Initiative «Der Stoffel bleibt grün» abzulehnen und unterbreitet dem Parlament einen Gegenvorschlag. Dieser nimmt die Hauptforderung der Volksinitiative zur Freihaltung des Stoffels auf: 17 Hektaren, rund 90 Prozent der Reservezone, werden der baulichen Entwicklung entzogen. Im nordöstlichen Teil des Stoffels, im Gebiet Tiefenhof, will der Stadtrat sich allerdings einen gewissen Handlungsspielraum erhalten. Die SP-Initiative fordert, die gesamte Reservezone Stoffel definitiv in eine Freihalte- oder Landwirtschaftszone einzuteilen. Der Stadtrat dagegen findet, das lasse sich mit der angestrebten Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) im Gebiet Stoffel-Tiefenhof nicht vereinbaren. Tiefenhof gegen Kamm Im Tiefenhof plante der Stadtrat in der Teilrevision der BZO, die im Sommer öffentlich auflag, einen Zonenabtausch. Dieser ist nun Teil des Gegenvorschlags: Entlang der Tiefenhofstrasse, die im kommunalen Verkehrsplan als Sammelstrasse vorgesehen ist, sollen im Bereich der heutigen Reservezone zwei Bautiefen überbaut werden können. Um dies zu erreichen, schlägt der Stadtrat vor, insgesamt 1,8 Hektaren nicht frei zu halten. 1,2 Hektaren davon sollen in der Reservezone bleiben, 0,6 Hektaren gar in Bauland der Wohnzone W2 umgezont werden. Als Kompensation dafür soll der markante Geländekamm im Stoffel, der heute Bauland ist, zur Freihaltezone werden. In der SP-Initiative ist der Geländekamm nicht geschützt. Der Stadtrat sagt, er nehme in Kauf, dass Gegenvorschlag wie auch Volksinitiative seine Verhandlungsposition in der laufenden Gesamtüberprüfung des kantonalen Richtplans schwächten. In dieser beantragte er einen Abtausch der Siedlungsfläche vom Stoffel ins Neubüel. Der Stadtrat fürchtet nun, beim Kanton sein Pfand in dieser Sache zu verlieren. Weil es sich bei Gegenvorschlag und Initiative um eine BZO-Änderung handelt, behält der Kanton das letzte Wort und nicht das Parlament oder dasVolk.

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