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Statistik spricht klar für die Zürcher SVP

Falls die SP tatsächlich gegen die SVP um die Nachfolge von Rita Fuhrer antritt, wird es für sie sehr schwierig. Selbst wenn ihr Kandidat Daniel Jositsch heisst.

Uster. - Während sich die Mitte-links-Parteien im Kanton Zürich in den letzten Tagen beäugten und austricksten, nominierte die SVP in aller Ruhe einen Nachfolger für Rita Fuhrer. Die Delegierten entschieden sich gestern Abend für den 54-jährigen Meisterlandwirt und Wädenswiler Stadtpräsidenten Ernst Stocker. Er gilt als grundanständiger, besonnener Politiker und sitzt schon 22 Jahre im Kantonsrat.

Stockers Gegnerschaft für die Wahl vom 29. November steht noch nicht fest, nachdem der grünliberale Nationalrat Martin Bäumle am Mittwochabend überraschend das Handtuch geworfen hat. Bäumle war von den Grünen und vor allem von der SP in eine rechtsbürgerliche Ecke gedrängt worden. Auch die Grünen haben auf eine Kandidatur verzichtet.

Dafür wurde gestern immer klarer, dass die SP mit Nationalrat und Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch antreten wird. Die ebenfalls als mögliche Kandidaten gehandelten Mario Fehr, Jacqueline Fehr und Chantal Galladé haben abgesagt. Obschon Jositsch Interesse an einer Kandidatur hat und keine anderen Bewerber mehr in Sicht sind, verzögert sich der SP-Entscheid bis zum Dienstag, wie Parteipräsident Stefan Feldmann sagte.

Bei einem Duell SVP gegen SP spricht die Statistik klar für die SVP. Allein SVP- und FDP-Wähler steuern 47 Prozent der Stimmen bei. Zusammen mit Stimmen aus der Mitte würde Stocker bereits im ersten Wahlgang gewählt. Auch der Proporz spricht für die SVP: Sie hat Anrecht auf gut zwei Sitze, die SP dagegen war noch nie mit drei Regierungsräten vertreten. (rba)

Kommentar 5. Spalte, Berichte Seite 13

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