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Stimmfaule Unterländer

Die beiden Unterländer Bezirke Bülach und Dielsdorf hatten am Wochenende die geringste Stimmbeteiligung im ganzen Kanton.

Von Markus Rohr Im kantonalen Mittel haben an der eidgenössischen Abstimmung 33,8% der Stimmberechtigten teilgenommen. Bei den beiden kantonalen Vorlagen waren es 33,1% («Schienen für Zürich») respektive 32,5% (Verfassung). Im Bezirk Bülach haben zwischen 28,1% und 29,3% von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, im Bezirk Dielsdorf zwischen 27,2% und 28,3%. In allen anderen Bezirken des Kantons lag die Stimmbeteiligung deutlich darüber. Am besten war sie in den Bezirken Meilen (38,7%) und Andelfingen (38,1%). Über alle 44 Unterländer Gemeinden gesehen erwiesen sich die Höremer am stimmfaulsten: Nur gerade 21,2% äusserten sich zu den beiden kantonalen Vorlagen. Am meisten Frauen und Männer bewegten sich in Rafz an die Urne, wo bei der eidgenössischen Vorlage eine Beteiligung von 45,4% verzeichnet wurde. Ausschlaggebend für dieses Resultat war allerdings eine lokale Abstimmungsvorlage: Beim umstrittenen Kreditbegehren für den Jugendtreff (siehe Artikel Seite 22) machten sogar 47,8% des Souveräns vom demokratischen Recht Gebrauch. Umgekehrt vermochte die Wahl des vollamtlichen Bezirksrichters im Bezirk Bülach nur gerade 16,8% des Stimmvolkes zu bewegen. Auf die Ergebnisse hatte die magere Stimmbeteiligung keinen Einfluss. Nur in Wasterkingen wäre es beinahe zu einer Sensation gekommen: Die Revision der Arbeitslosenversicherung wurde lediglich mit 76 zu 72 Stimmen gutgeheissen. Mit einem Ja-Anteil von nur gerade 51,4% lag man fast gleich auf mit der Stadt Zürich (51,1%).

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