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SVP will kein neues Schulhaus

Unbestritten ist, dass Bassersdorf mehr Schulraum braucht. Die SVP will die bestehenden Anlagen erweitern, die anderen wollen ein neues Schulhaus.

Von Karin Wenger Bassersdorf – Die beiden Schulanlagen in Bassersdorf sind seit längerem an der Grenze ihrer Kapazität. Und das Problem wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen (siehe Kasten). Am 15. Mai legen die Stimmberechtigten an der Urne die Stossrichtung fest, wie das Raumproblem gelöst werden soll. Ein Schulhausneubau, wie dies der Gemeinderat vorschlägt, käme auf das Areal Chrüzacher zu stehen. Gemäss einer Grobkostenschätzung würde er inklusive Land rund 30,9 Millionen Franken kosten und zwölf Klassenzimmer mit den nötigen Gruppen- und Nebenräumen, Turnhalle und einen Doppelkindergarten umfassen. Die Realisierung könnte je nach Bedürfnis in Etappen geschehen. «Mit den Folgekosten von jährlich circa 3,2 Millionen Franken ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Steuerfuss angehoben werden muss», schreibt die Rechnungsprüfungskommission (RPK) in ihrem AbschiedDennoch: Neben dem Gemeinderat favorisieren auch RPK und die Parteien CVP, EVP, SP und FDP diese Variante. Anders die SVP, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Sie ist der Meinung, dass ein Ausbau der bestehenden Anlagen aus Kostengründen sinnvoller wäre. Diese sogenannte Poolraum-Variante ist mit Kosten von rund 7,8 Millionen Franken wesentlich billiger als ein Neubau. «Allerdings sind die beiden Vorschläge nicht wirklich miteinander vergleichbar», sagt Gemeinderat und Schulpflegepräsident Hans Stutz (FDP). Die Poolraum-Variante enthält keine Kindergärten und auch keine Spezial- und Nebenräume. Die RPK weist deshalb darauf hin, dass bei dieser Variante mit weiteren Kreditanträgen gerechnet werden müsste. Die Schule wäre zudem weiterhin auf die Turnhalle der Bxa-Sportanlage am Dorfrand angewiesen. Pädagogisch nicht sinnvoll Ein Ausbau der bestehenden Anlagen sei zudem pädagogisch nicht sehr sinnvoll. «Eine Schuleinheit sollte optimalerweise nicht mehr als 400 Kinder umfassen», sagt Stutz. In der Schulanlage Geeren werden heute bereits über 500 Kinder unterrichtet, auf der Anlage Mösli/Steinling sind es über 600. «Eigentlich müssten bereits die bestehenden Schulhäuser um etwa sieben Klassen reduziert werden.» Auch die SVP wünscht, dass die Aussen- und Pausenräume schülergerechter und grosszügiger als heute ausgelegt werden, um Spannungen zu vermeiden. Mit den bestehenden Platzverhältnissen sei dies jedoch schwer zu realisieren, gibt Stutz zu bedenken. Ein Problem sieht die SVP auch im Standort des geplanten Schulhausneubaus in einem Wohnquartier. Sie stellt die Frage nach der Verkehrserschliessung und den Parkplätzen in den Raum. Stutz hält dagegen: Das Quartier sei bereits erschlossen, und natürlich müsse der Verkehrsbelastung und den Parkierungsmöglichkeiten in der Planung Rechnung getragen werden.Weiter rechnet die SVP mit massiven Folgekosten, da ein weiterer Schulleiter, zusätzliche Schulsozialarbeiter und Hauswartstellen nötig würden. Auch bei einer Erweiterung der bestehenden Anlagen brauche es entsprechend mehr Personal, sagt dazu Stutz. Längerfristig sei die Variante «Schulhaus Chrüzacher» günstiger, ist der Schulpräsident überzeugt.

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