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Thalwiler schicken Steuererklärungen nach Winterthur

Die Thalwiler sollen ihre Steuererklärungen direkt nach Winterthur schicken, damit sie dort eingelesenwerden. Das kostet Stellenprozente auf dem Steueramt.

Von Thomas Zemp Thalwil – Nicht mehr an das Steueramt der Gemeinde sollen die Thalwiler ab diesem Jahr ihre Steuererklärung schicken, sondern nach Winterthur, wie der Gemeinderat gestern mitteilte. Und zwar ans Scan-Center der Stadt Winterthur. Dort werden sie elektronisch erfasst. Das Rückantwortcouvert, das der Steuererklärung beiliegt, wird also neu eine Adresse in Winterthur tragen. Die Gemeinde Thalwil spart sich dadurch Arbeit: Die Leute im Steueramt müssen die Steuererklärungen nicht mehr auspacken und registrieren. Auch müssen sie die Unterlagen nicht mehr für den Transport vorbereiten wie in den letzten sechs Jahren. Denn nach Winterthur spediert wurden die Thalwiler Steuererklärungen bereits seit 2005. Thalwil ist nicht die einzige Gemeinde, die die Steuererklärungen nicht mehr selber erfasst: 102 Zürcher Gemeinden nehmen seit mindestens drei Jahren die Dienstleistung der Stadt Winterthur in Anspruch – darunter auch Wädenswil, Kilchberg, Richterswil und Langnau. Laut Pius Kuhn, Leiter des Winterthurer Steueramts, haben sich 28 Gemeinden entschlossen, die Steuererklärungen ihrer Bürger direkt nach Winterthur zu schicken. «Wir haben den Dienst mit der Direktzustellung 2010 mit fünf Pilotgemeinden erprobt und mit Erfolg abgeschlossen», sagt er. Kuhn geht davon aus, dass die «meisten unserer Kundengemeinden» auch auf dieses System wechseln werden. Stellenprozente gestrichen 1.50 Franken pro erfasste Steuererklärung muss die Gemeinde Thalwil dem Steueramt Winterthur bezahlen. Diese Kosten will der Gemeinderat mit «einer entsprechenden Stellenreduktion beim Steueramt Thalwil kompensieren», wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Laut Heidi Egli, Kommunikationsverantwortlicher der Gemeinde, ist das Steueramt heute mit 730 Stellenprozenten bestückt. Seit Thalwil die Steuererklärungen im Scan-Center einlesen lässt, wurden schon 20 Stellenprozente abgebaut. Weitere 10 Prozent könnten in den nächsten Jahren folgen. Denn im Jahr 2013 will Thalwil die E-Tax-Steuererklärung einführen, also die papierlose und rein elektronische Form.

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