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Tierschützer von Pro Tier erleben eine Hilfeflut nach dem Hilferuf

Rita Dubois von Pro Tier freut sich über die grosse Resonanz auf ihren Hilferuf. Und sie wehrt sich gegen Vorwürfe, anstelle des Wohls der Tiere die Spenden im Blick zu haben.

Sihlbrugg/Zürich. - Im Büro der Schweizerischen Gesellschaft für Tierschutz Pro Tier laufen die Telefone heiss und die Mailbox quillt über. Auf ihrer Homepage wenden sich die Tierschützer an die Spender: «Liebe Tierfeundinnen und Tierfreunde, wir sind überwältigt von eurer Solidarität.»

Pro Tier meldete zu Wochenbeginn, dass die finanzielle Lage so angespannt sei, dass man 70 Tiere im Sihlbrugger Tierheim Stolzboden nur noch bis Ende Jahr versorgen könne (der TA berichtete). Nun sehe die Lage kurzfristig besser aus, sagt Rita Dubois, ehemalige Geschäftsführerin und Redaktorin der Zeitschrift «Pro Tier».

400 Telefonanrufe erhält Pro Tier täglich, 500 E-Mails liegen in der Mailbox. Pro Tier musste Helfer anstellen, um alle Anfragen bearbeiten zu können. «Wir haben viele Anfragen nach Tieren, viele wollen die Bankverbindung wissen oder verlangen Einzahlungsscheine», sagt Rita Dubois. 400 Exemplare des Mitgliedermagazins, dem ein Einzahlungsschein beigelegt ist, haben die Mitarbeiter bei Pro Tier in den letzten Tagen verschickt.

Zahlen betreffend der Spendensumme und der Patenschaften will Dubois indes keine nennen.

Vorwürfe als absurd bezeichnet

Sie hält vielmehr fest, die Kritik anderer Tierschutzorganisationen, Pro Tier habe die finanziellen Probleme selber verursacht (TA vom Donnerstag), seien absurd. Sie sagt: «Da fehlen mir die Worte.» Sie spricht von Futterneid unter den Organisationen, die doch das gleiche Ziel verfolgten. «Ich finde es traurig, wie gegen uns geschossen wird.»

Dass Pro Tier die Hunde und Katzen lieber im Heim behalte, anstatt sie zu platzieren, und so Spenden generieren könne, ist laut Dubois «eine böswillige Unterstellung.»

Dubois sagt: «Auf der Geschäftsstelle von Pro Tier gehen nur positive Rückmeldungen ein.» Ganz anders ginge es Silvia Vögele, Leiterin des Tierheims Stolzboden. «Sie erhält böse Anrufe», sagt Dubois. Man werfe ihr vor, Geld für das Versorgen der Tiere von Pro Tier zu verlangen. «Doch sie hat Lohnkosten, Futterkosten und Kosten für die Infrastruktur», sagt Dubois. Ebenso müsse auch Pro Tier Geld aufwenden für Löhne, Büroräumlichkeiten und ein Auto für Tiertransporte.

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