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Titel (max. 2-zeilig) Der Mensch hinter dem Amt

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Kommentar Von Georg Gindely Corine Mauch galt lange als «graue Mauch». Zürichs Stadtpräsidentin wirkte bei Auftritten gehemmt, bediente sich floskelhafter Formulierungen und reagierte gereizt auf Kritik. Das hat sich geändert: Mauch ist lockerer geworden, ihre Reden kommen an. Letzte Woche zeigte sie sich während einer Talkshow in Winterthur von ihrer menschlichen Seite: Sie erlebe jeden Tag Momente, in denen sie es bereue, Stadtpräsidentin zu sein, sagte sie und lachte. Endlich nicht nur Floskeln, endlich der Mensch hinter Mauch, denkt man beim Hinhören. Denn wer kennt das nicht aus seinem Alltag: Die Arbeit wächst einem von Zeit zu Zeit über den Kopf – besonders, wenn die Agenda auf Wochen hinaus mit Terminen gefüllt ist. Die heftige Kritik, die von Bürgerlichen und in Internetportalen an Mauch geübt wird, wirkt gekünstelt und überzogen. Oft ist der Ruf zu hören, Politiker sollen ehrlich sein. Die Stadtpräsidentin war es in Winterthur. Mauch hatte zu Beginn Schwierigkeiten mit ihrem Amt, das war offensichtlich. Nur: Bei Josef Estermann war das in den ersten Jahren als Stadtpräsident nicht anders. Später hat ihn das Amt so beansprucht, dass er gesundheitliche Schwierigkeiten bekam. Und sein Nachfolger Elmar Ledergerber wirkte zwar, als sei er für öffentliche Auftritte geboren, erlitt aber dennoch mehrere Hörstürze ob all der Beanspruchungen. Dass Corine Mauch offen über die Belastungen spricht, die ihr Amt mit sich bringt, bewahrt sie vielleicht vor den gesundheitlichen Problemen ihrer Vorgänger. Und verhilft ihr zu einem eigenständigen Profil.

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