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Titel (mind. 2-, max. 3-zeilig)Herrliberg kauft Wiese für 38 Mio.

Die Gemeinde will sich ein weiteres Stück Land sichern. Die Stimmbürger befinden an der Urne darüber.

Von Raphael Briner Herrliberg – An die nächsten Generationen denkt der Herrliberger Gemeinderat beim Geschäft, das er am 28. November an die Urne bringt. Die Stimmbürger hätten «die grosse Chance, mit diesem Kauf Gemeindegeschichte zu schreiben», heisst es in einer Mitteilung. Gekauft werden soll der 10 234 Quadratmeter grosse untere Teil der Vogteiwiese für 38 Millionen Franken. Er gehört einer Erbengemeinschaft aus dem Umfeld der Familien von Meyenburg und Frisch und grenzt an ein Grundstück, das bereits im Besitz der Gemeinde ist. Da zahlbare Familien- und Alterswohnungen ein am See aktuelles Thema sind, könnte man annehmen, der Gemeinderat habe diesbezügliche Absichten. Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli winkt ab. Vielmehr sei der Kauf der Parzelle Teil einer längerfristigen Strategie. Herrliberg versucht, Grundstücke zu kaufen, um diese der Öffentlichkeit zu sichern oder dereinst als Tauschobjekte zur Verfügung zu haben. Deshalb hat die Gemeinde z. B. 2008 eine Parzelle in der Schützenmur gegen ein Stück Land neben dem Gemeindehaus getauscht. Kein Einfluss auf Steuerfuss Obwohl eigentlich die Gemeindeversammlung für das Geschäft zuständig ist, bringt der Gemeinderat den Kauf der Vogteiwiese an die Urne. Dies, weil er eine breitere demokratische Abstützung möchte. Zudem wollen die Verkäufer eine Abwicklung noch dieses Jahr, was bei einer nachträglichen, an der Gemeindeversammlung beantragten Urnenabstimmung nicht möglich wäre. Der Kauf hat gemäss der Mitteilung keinen Einfluss auf den Steuerfuss, da Herrliberg nach den positiven Rechnungsabschlüssen der letzten Jahre über genug Reserven verfügt. Der Stimmbürger solle das Ganze aber nicht als Ausgabe, sondern als Anlage betrachten, sagt Gemeindeschreiber Rüdisüli.

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