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Turnhalle wird zum Rockpalast

Im Volketswiler Sport- und Kulturzentrum Gries findet erstmals ein Musikfestival statt. 17 Rock-Bands testen dabei die Akustik der Dreifachturnhalle.

Von Andreas Leisi Volketswil – Vor knapp zehn Jahren wurde das Volketswiler Sport- und Kulturzentrums Gries eingeweiht, und noch nie war es Austragungsort eines grossen Kultur-Events. Das soll sich nun ändern. Am kommenden Wochenende spielen nicht weniger als 17 Rockbands in der 900 Personen fassenden Halle. «Das Zielpublikum sind Leute über 30 Jahre, die gerne gute Rockmusik hören», sagt Susanna Simo, die Kulturkoordinatorin der Gemeinde. Die Tage sind nach Themen aufgeteilt: Am Freitag ist «Tribute night» mit ausgewiesenen Coverbands, beispielsweise der Band Crazy Diamond, die weit über die Schweizer Grenzen hinaus als Pink-Floyd-Nachahmerin bekannt ist. Der Samstag kündigt sich mit «Rock Legends» an. Dabei sind unter anderen die deutsche Band Bonfire, die Schweizer Hardrockband China oder Transit, die in Volketswil ein exklusives Reunion-Konzert geben werden. Am Sonntag spielt mit Manolo Panic die einzige Oberländer Formation, daneben treten der Berner Hitparaden-Stürmer George oder die Funk-Punk spielenden QL auf. Dass im Programm kein eindeutiges Zugpferd dabei ist, liegt am beschränkten Kulturbudget. Simo bestätigt: «Wir haben sparsam geplant, die Gesamtgagen belaufen sich auf 50 000 Franken. Für die Einnahmeseite zählen wir auf täglich 500 Besucher.» Der Vorverkauf könnte gemäss Simo besser laufen, man hoffe auf spontanes Erscheinen des Publikums. Die Eintrittspreise betragen 110 Franken für einen Wochenendpass und 45 bis 65 Franken für Tagespässe. Sollte das Rockfestival ein Defizit einfahren, würde dies gemäss Simo den finanziellen Druck auf zukünftige Volketswiler Kulturveranstaltungen erhöhen. «Diese müssten dann mit ihrem Gewinn das Defizit des Rockfestivals ausgleichen.» Starker Nachhall Dass das erste grosse Kulturfestival im Rockmusik-Bereich angesiedelt ist, hat gemäss Simo mit der Akustik der Halle zu tun. «Es gab Versuche mit klassischer Musik. Dabei hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Art Musik nicht in die hauptsächlich aus Beton gebaute Halle passt.» Aber auch für das anstehende Rockfestival musste die Akustik überprüft werden. Die Klotener Firma Alpenrock House Events hat sie nach Tests als gut eingestuft. Verfolgt man Sport treibende Kindern in der Turnhalle, fällt einem jedoch der starke Nachhall auf. Die Tontechniker stehen also vor der Herausforderung, gut abgestimmte Musik in die Halle zu schicken. Denn die Bands haben hohe Ansprüche an den Sound. «Crazy Diamond spielt nur, wenn ihre Musik glasklar rüberkommt», sagt Simo. Ruheraum bietet Entspannung Was die Infrastruktur anbelangt, verfügt das Gries neben einem grosszügigen Backstagebereich über eine Cafeteria mit 60 Sitzplätzen, in der ein vielfältiges kulinarisches Angebot auf die Besucher wartet. In den Nischen auf den Seiten werden gemütliche Lounges eingerichtet. An drei Bars werden Getränke ausgeschenkt, unter anderem den in Teilen der Rockszene sehr beliebten Honigwein. «Und für Besucher, die eine Pause von der lauten Musik brauchen, richten wir bei den Garderoben sogar einen Ruheraum ein», sagt Sumo. www.rocketswil.ch Das Sport- und Kulturzentrum Gries besticht durch seine Architektur. Am kommenden Wochenende werden Rockklänge das Innere der Halle beschallen.Foto: Imre Mesterhazy

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