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Um das Watter Dorfleben kümmert sich künftig die Rebhausgemeinschaft

Nach der Auflösung der Zivilgemeinde Watt wird sich fortan die Rebhausgemeinschaft der Kultur im Dorf annehmen.

Regensdorf. - Bis anhin hat die Zivilgemeinde Watt mit rund 35 000 Franken im Jahr kulturelle Anlässe und das Dorfleben unterstützt. Sie finanzierte unter anderem das Tätsch-Schiessen - ein Armbrustschiessen für Jugendliche -, das Watter Dorffest, die Inseratekosten für die Adventsfenster und den Dorfabend mit. Die Zivilgemeinde sorgte auch dafür, dass der Dorfplatz erhalten bleibt, die Einwohner das Wasser günstiger erhalten und die Flurwege gepflegt werden. Mit der in der neuen Kantonsverfassung geforderten Auflösung der Zivilgemeinden gehen all deren Aufgaben 2010 an die politische Gemeinde Regensdorf über.

Zivilgemeinde kämpfte

Der Schreiber der Zivilgemeinde Watt, Mathias Menzi, bedauert dies. «Wir finanzierten diese Aufgaben durch die Verpachtung von Liegenschaften und Land, durch die Vermietung von Wohnungen und durch Vermögenserträge», sagt er. Eigentlich wollte die Vorsteherschaft der Zivilgemeinde diese Aufgaben auch behalten. «Wir befürchteten, dass die Anliegen der Watter Bevölkerung sonst untergehen», so Menzi. Doch trotz grosser Bemühungen konnte die Zivilgemeinde Watt keinen Weg finden, um ihre traditionellen Dienste aufrechtzuhalten. So kam ihr der ausgehandelte Kompromiss mit der politischen Gemeinde Regensdorf wie gerufen, wonach die Rebhausgemeinschaft die kulturellen Anlässe künftig durchführen solle. Die Rebhausgemeinschaft ist seit Jahren massgeblich an der Organisation des Dorffests beteiligt.

Zivilgemeinde übergibt 8 Millionen

«Die Rebhausgemeinschaft stimmte dem Vorschlag der politischen Gemeinde am Montagabend einstimmig zu», berichtet Willi Zollinger. Er ist Präsident der Rebhausgemeinschaft und Vizepräsident der Zivilgemeinde Watt. Gegründet werden soll eine spezielle Kommission. «Es ist wichtig für Watt, dass die kulturellen Anlässe weiterhin im Dorf selbst organisiert werden», sagt Zollinger. So könne der Ortscharakter bewahrt bleiben.

Zollinger hofft, dass die politische Gemeinde jährlich rund 15 000 Franken für die Anlässe spricht. Die politische Gemeinde bekommt von der Zivilgemeinde Ende Jahr 5 Millionen an Vermögen und 3 Millionen Franken an flüssigen Mitteln. «Wir nehmen der Gemeinde nur Arbeit ab», sagt Zollinger. Die Anlässe müssten so oder so durchgeführt werden.

Der Gemeinderat hat die Höhe seiner Beitragsleistungen noch nicht bestimmt: «Die Verhandlungen mit der Zivilgemeinde Watt sind noch nicht abgeschlossen», sagt der stellvertretende Gemeindeschreiber von Regensdorf, Stefan Trottmann. Der Beschluss werde jedoch nächstens gefasst.

Der Schreiber der Zivilgemeinde Watt, Mathias Menzi, vor dem Rebhaus.

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